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NEW HATE RISING - Hatebreed

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Artist NEW HATE RISING
Title Hatebreed
Homepage NEW HATE RISING
Label SUPERHERO RECORDS
Leserbewertung
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6.9/10 (19 Bewertungen)

Was passiert, wenn eine Hardcore-Band, die sich nach einem Song von HATEBREED benannt hat, ihr erstes Album aufnimmt, das schließlich auch noch den Namen der amerikanischen Newschool-Pioniere höchstselbst trägt? NEW HATE RISING werden da sicherlich weiterhelfen können.

Mit ihrem ersten Longplayer „Hatebreed“ haben die Stendaler die Antwort nämlich schon gleich mitgeliefert: vierzehn Stücke, eine halbe Stunde Spielzeit, metallischer Newschool-Hardcore, der direkt auf die Fresse schlägt. Kenner der „…And Nothing Less“ EP werden über die Intensität der ostdeutschen Truppe Bescheid wissen, die, das kurze Sirenen-Intro abwartend, mit „Tear Down“ als fette 2 Step-Säge gleich ganz ungeschminkt erfahrbar gemacht wird. Fette Breaks und Beatdown-Parts fressen sich konstant durch die Knochen, die Pit-Zerstörung scheint bei den Geschossen schon vorprogrammiert zu sein. Mehr als zweieinhalb Minuten bringen die Tracks im Schnitt nicht auf die Waage, viel länger hält es der geneigte Gewalttänzer bei dem Gebolze auf dem Parkett aber auch nicht aus. Mit „Better To Be Hated“ und „Tomorrow“ erscheinen auch alte Bekannte wieder auf der Bildfläche, die jetzt nochmal eine Ecke spritziger aus den Boxen dröhnen als noch auf der EP. Unbehelligt und äußerst brutal kotzt Shouter Andi in sein Mikrofon, zudem gibt es noch dicke Crowdshouts („Never Back Down“) und vokale Gastauftritte, unter anderem von Stephan Pankratz (FINAL PRAYER), auf die Lauscher. Der Sound ist verdammt roh und echt und lässt die Stücke im Endeffekt noch intensiver, aggressiver klingen. Michael Buchal von den ANTICOPS hatte wohl den richtigen Produzenten-Riecher und lässt es sich da auch nicht nehmen, selbst ins Mic zu jodeln. Bei all dem fiesen HC-Metal-Gebrate fehlen auch die deutlichen Texte und Statements nicht. So macht „Not Of The Same Kind“ klar: „Nazis fuck off“ und „Good Night White Pride“ sind weiterhin valide Schlagwörter im Hardcore-Genre. Gut so.

NEW HATE RISING haben für ihr Langspielplatten-Debüt wirklich alles an Aggro-Potenzial aus den Ecken gekratzt und damit ein deftiges, metallisches Hardcore-Monster geschaffen, das ich in der Form von einer deutschen Band in nächster Zeit nicht erwartet hätte. Fans von MADBALL, BORN FROM PAIN und (natürlich) HATEBREED werden vorzüglich bedient und stellen sich die Scheibe am besten schleunigst ins Regal. German Hardcore galore!

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