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NEW MODEL ARMY - High

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Artist NEW MODEL ARMY
Title High
Homepage NEW MODEL ARMY
Label ATTACK ATTACK RECORDS
Leserbewertung
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7.8/10 (21 Bewertungen)

Ohne Übertreibung darf ich sagen, dass Justin Sullivan und seine Mannen mich sicher durch meine Jugend begleitet haben. Songs wie „51th State”, “Vagabonds” oder “Here Comes The War” gehörten zwingend zu jeder Party und haben auch heute nichts von ihrem Charme verloren. 1980 in Bradford/ UK gegründet, waren die Anfänge von NEW MODEL ARMY von Punk Rock, Northern Soul und der aufwieglerischen Stimmung der damaligen Margaret-Thatcher-Ära bestimmt. Im Laufe der Jahre wurden NMA zu einer der wichtigsten Underground-Independent-Bands, die maßgeblich Musikstile wie Post-Punk, Folkrock, Politico-Rock, Gothic und Metal geprägt hat, aber nie in bestimmte Schablonen passte. Auch nach 27 Jahren haben sie diese Wandlungsfähigkeit nicht verloren, wir dürfen also gespannt sein, was uns mit dem zehnten Studioalbum der Engländer erwartet.

100 % NEW MODEL ARMY, so viel steht schon mal fest. Der Opener „Wired“ besticht mit typischen Gitarrensounds, für die seit 2005 der Bluesgitarrist Marshall Gill verantwortlich zeichnet. „One of The Chosen“ wird von Michael Deans Drums und Justins markanter Stimme dominiert, während der Titelsong „High“ melancholische Klänge anschlägt. „No Mirror, No Shadow“ beginnt auf ähnliche Weise, spielt jedoch stärker mit verschiedenen musikalischen Einflüssen und gibt auch wieder mehr Gas. „Dawn“ gehört zu den ruhigeren Tracks der Platte, ganz anders „All Consuming Fire“, das in NMA-typischer Manier in die Vollen geht und mit feinen Keyboard-Sequenzen von Dean White glänzt. Ein weiteres Highlight ist das ungewöhnlich gefühlvolle „Sky In Your Eyes“, welches abermals von prägnanten Gitarren gefolgt wird, wobei das Quintett bei „Into The Wind“ stärker auf Folkrock setzt. Bassbetont macht „Nothing Dies Easy“ weiter, dann setzt „Breathing“ feine Akzente, die einmal mehr die im Vergleich zu den frühen Jahren stärkere Ausrichtung auf Drums und Gitarren verdeutlichen. „Rivers“ trägt ganz klar die Handschrift von Marshall, der dem Titel eine bluesige Note verleiht. „Bloodsports“ setzt zu guter Letzt noch mal auf Tempo und eine dezente Rhythmussektion.

NEW MODE ARMY sind sich in jeder Hinsicht treu geblieben. Treu in der Beständigkeit ihres charakteristischen Styles und in der Experimentierfreude, mit der sie neue Ideen und Einflüsse aufgreifen und in ihren Songs verarbeiten. Das Ergebnis sind zwölf durchgängig hörenswerte Stücke, welche die Vorfreude auf die kommende Tour schüren. Im Herbst/ Winter werden NMA auch zu Besuch bei den deutschen Fans sein, das solltet Ihr Euch genauso wenig entgehen lassen wie dieses Album.

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