Band Filter

Request did not return a valid result

NEW YORK DOLLS - One Day it will please us to remember even this

VN:F [1.9.22_1171]
Artist NEW YORK DOLLS
Title One Day it will please us to remember even this
Homepage NEW YORK DOLLS
Label ROADRUNNER RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Die NEW YORK DOLLS haben schon Musik gemacht, als ich noch völlig willenlos der Volksmusikbeschallung meiner Oldies ausgesetzt war. Und trotz gerade mal zwei Alben 1973 und 1974 besitzt die Band Kultstatus, nicht zuletzt wegen ihres Einflusses auf die später einsetzende Punk-Bewegung. Berühmt-berüchtigt waren ihre schrillen Bühnenshows, deren Beliebtheit beim Publikum sich allerdings nie in den Plattenverkaufszahlen niederschlug. Dies und die Tatsache, dass es innerhalb der Band erhebliche Drogenprobleme gab, führte letztendlich 1977 zur Auflösung der NYD. 2004 lud der britische Musiker MORRISSEY (seines Zeichens ehemaliger Präsident des britischen NEW YORK DOLLS-Fanclubs) die noch lebenden Mitglieder zum Meltdown Festival nach London ein, wo sie zwei Auftritte absolvierten, die ihnen offensichtlich so viel Spaß machten und so gut ankamen, dass daraus eine ganze Reihe von Live-Gigs und eben auch die vorliegende Platte wurden.

Neben den alten Recken aus den 70ern, David Johansen und Sylvain Sylvain, gehören vier weitere Musiker zur Stammbesetzung der NEW YORK DOLLS des Jahres 2006. Damit nicht genug, haben sie sich eine Reihe hochkarätiger Gastmusiker ins Studio geholt. So veredelt REM-Sänger Michael Stipe das hymnenmäßige „Dancing On The Lip of A Volcano“ mit seinem Gesang. IGGY POP ist auf „Gimme Luv And Turn On The Light“ im Duett mit David Johansen zu hören; vielleicht spielt er sogar die Mundharmonika, die dem Stück neben den flotten Gitarrenriffs den letzten Schliff gibt. Beim punkigen „Punishing World“ ist Tom Gabel (AGAINST ME!) mit von der Partie. Auch ihren absoluten Held konnten die DOLLS verpflichten: BO DIDDLEY gibt sich beim Bonus-Track „Seventeen“ die Ehre. So unterschiedlich wie die Gäste sind auch die 14 Songs. „We’re All In Love“ ist Glam Rock, wie man ihn von den Paradiesvögeln der frühen Seventies erwartet. „Runnin’ Around“ geht dagegen stark in Richtung Blues, hier setzt sich Brian Koonin an den Keys deutlich mit seinem „Klaviergeklimper“ gegen die Gitarren ab. „Plenty of Music“ klingt wie ein sentimentaler Abgesang auf die vergangenen 35 Jahre Bandgeschichte. “Dance Like A Monkey“, „Fishnets And Cigarettes“, „Gotta Get Away From Tommy“ und „Rainbow Store“ lassen den wilden Punk durchblicken, das Ganze wird gepaart mit dem berühmten Glamour der Dolls. Doch offensichtlich sind die Herren im Laufe der Jahrzehnte doch etwas ruhiger geworden. Immerhin ist Frontmann Johansen inzwischen auch schon 56, da ist man während eines Live-Konzertes vielleicht ganz froh, wenn ein Schmusesong zur Erholung kommt. Einen solchen haben die Puppen auf jeden Fall gleich in doppelter Ausführung mit „Maimed Happiness“ und „I Ain’t Got Nothin“ im Repertoire. „Take A Good Look At My Good Looks“ ist ein typischer Stadion Rock-Titel voller Emotionen.

Wie es scheint, lassen die NEW YORK DOLLS die Puppen nicht mehr ganz so heftig tanzen wie in den Siebzigern. Dass sie immer noch Freude an der Musik haben, ist der Scheibe jedoch deutlich anzumerken. Ordentlichen Glam Rock bekommt das Sextett auf jeden Fall noch hin und vielleicht ist „One Day It Will Please Us To Remember Even This“ auch ein schönes Geschenk für Eltern, die noch die alten Platten im Schrank stehen haben und sich auch gern dieser alten Zeiten erinnern möchten.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu NEW YORK DOLLS