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NICKELBACK - Dark Horse

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Artist NICKELBACK
Title Dark Horse
Homepage NICKELBACK
Label ROADRUNNER
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Der Ohrwurm „How You Remind Me” brachte 2001 den internationalen Durchbruch für NICKELBACK. Inzwischen blickt die Band aus Alberta/ Kanada auf über 27 Millionen verkaufte Alben zurück, kann auf 13 gechartete Singles verweisen und hat sich zudem noch einen heißbegehrten Grammy erarbeitet – mal ganz abgesehen von zahllosen weiteren Auszeichnungen und Goldenen Schallplatten. 13 Jahre nach der NICKELBACK-Gründung legen die Halbbrüder Chad (Vocals & Gitarre) und Mike Kroeger (Bass), Ryan Peake (Gitarre & Gesang) und Daniel Adair (Drums & Vocals) ihre sechste Langrille vor, die drei Jahre nach dem letzten Longplayer „All The Right Reasons“ von den Fans sehnsüchtig erwartet wurde.

„Dark Horse“ (was im Deutschen soviel wie „unbeschriebenes Blatt“ bedeutet) hat das Quartett den Musikern gewidmet, die trotz ihres Könnens nicht im Rampenlicht stehen. Zugleich wollen sie sich selbst daran erinnern, dass ihr Erfolg nicht selbstverständlich ist und sie sich die Wertschätzung der Massen mit jedem Song neu verdienen müssen. Unter diesen Umständen müssten elf perfekte Nummern entstanden sein, wenn NICKELBACK ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden wollen. Hören wir doch mal rein: Der Opener „Something In Your Mouth“ macht auf jeden Fall schon mal ordentlich Druck und auch der Nachfolger „Burn It To The Ground“ geht in die vollen. Ganz offensichtlich sind NICKELBACK wieder rockiger geworden, wie sie besonders mit diesem Stomper beweisen. Dabei haben sie natürlich nicht ihre Radiotauglichkeit verloren, schließlich hat es die eingängige Vorabsingle „Gotta Be Somebody“ bereits bis auf Platz 6 der deutschen Singlecharts geschafft. Auch in Sachen Balladen sind die Kanadier um Jesus-Lookalike Chad Kroeger weiter erfolgreich: „I’d Come For You“ erwärmt ebenso wie „Never Gonna Be Alone“ des Rockers Herz, wobei mir persönlich „If Today Was Your Last Day“ besser gefällt. Hier sind auch jede Menge Emotionen im Spiel, allerdings verzichten die Kanadier auf zu viel Schmalz und Pathos und hauen stattdessen zwischendurch auch kräftig in die Saiten. Dies gilt für „Next Go Round“ durchgängig, während „Just To Get High“ klasse Tempo macht. Im Gegensatz dazu groovt „Shakin’ Hands“ im coolen Southern Rock-Takt, bevor das rhythmusbetonte „S.E.X.“ erneut auf die Überholspur wechselt. Zum Abschluss entführt „This Afternoon“ in locker-flockige Gefilde, die den Silberling entspannt ausklingen lassen.

NICKELBACK haben mit „Rockstar“ erfolgreich die schillernde Welt des Rock ’N’ Roll-Business besungen, so richtig dreckige Typen, vor denen man die Groupies warnen müsste, sind die Jungs dann aber wohl nicht. Zumindest, wenn man den Sound des Vierers entsprechend interpretieren darf: Es wird ausgiebig gerockt, aber nicht ohne vorher die Ecken und Kanten zumindest ein bisschen glatt zu schleifen, damit man nicht aneckt. Gut gemachter Mainstream, der sicherlich seinen Weg in die Herzen der Fans finden wird und NICKELBACK-Ansprüchen voll und ganz genügt!

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