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NIGHTLANDS - Oak Island

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Artist NIGHTLANDS
Title Oak Island
Homepage NIGHTLANDS
Label SECTRETLY CANADIAN
Leserbewertung
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3.3/10 (4 Bewertungen)

Hinter NIGHTLANDS steckt der Sänger und Musiker Dave Hartley, der in seiner Heimatstadt Philadelphia in verschiedenen Bands spielt (u.a. den Stahlsaiter bei den Indies von THE WAR ON DRUGS), wenn er sich nicht um sein Soloprojekt kümmert, das jetzt mit dem zweiten Silberling „Oak Island“ zu überzeugen versucht.

Die zehn Songs sind für Easy-Listening-Liebhaber gedacht, die Spaß haben an den Soundtüfteleien und Gesangsspielereien des Herrn Hartley, der mit „Time And Place“ sogleich allerhand Echos und Loops zum Einsatz bringt und seine Hörer in wohlige Fluffigkeit packt. Die bleibt auch beim sachten Bossa-Nova-Groove „So Far So Long“ erhalten – überhaupt kann auf „Oak Island“ nichts die entspannte Stimmung stören, die entsprechend auch beim flirrenden „You’re My Baby“ erhalten bleibt. „Nico“ zeigt sich etwas lebhafter, bevor der maximal entschleunigte Funk von „So In Love“ durch Daves Stimme in Falsett-Höhen ergänzt wird. In diesem Sinne schließt sich auch „Born To Love“ an, bevor das beschwingte „I Fell In Love With A Feeling“ gar einen BEE-GEES-Gedächtnischor ins Spiel bringt. Auch „Rolling Down The Hill“ legt ordentlich Tempo und jede Menge Rhythmus vor, ehe sich mit „Other People’s Pockets“ durch die mehrstimmigen Vocals dezente Gospel-Stimmung zu den sphärischen Klängen gesellt. „Looking For Rain“ lässt in der Zwischenzeit die musikalischen Regentropfen tanzen und entlässt den geneigten Musikkonsumenten mit dem besagten wohligen Gefühl, das ihn bereits zu Beginn der Platte empfangen hat.

Mit „Oak Island“ ist Dave Hartley aka NIGHTLANDS im wabernden Nichts aus Zeit und Raum unterwegs. Für meinen Geschmack ist das Ganze ein bisschen zu wenig griffig und vergleichsweise leblos am Computer zusammengebastelt. Aber als Sohn eines Gentechnikers hat man vielleicht eine Vorliebe für die künstlichen (Musik-)Welten, in die er seine Fans mitnimmt. Mich erinnert der Sound ein bisschen an Zuckerwatte, auch wenn die Mucke ganz klar nicht so klebrig ist wie der Jahrmarkt-Klassiker. Aber genau so aufgeplustert und unterm Strich nicht eben sättigend. Aber wer’s mag, kann davon trotzdem nicht genug bekommen.

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