Band Filter

NIGHTRAGE - Descent into Chaos

VN:F [1.9.22_1171]
Artist NIGHTRAGE
Title Descent into Chaos
Homepage NIGHTRAGE
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Das Problem bei den sogenannten „All Star – Projekten“ ist, dass deren Alben entweder total genial oder totaler Mist sind. Bei dieser schwedisch-griechischen Band hat man aber alles richtig gemacht und 2003 mit „Sweet Vengeance“ ein wahres Death Metal-Meisterstück erschaffen. Zwei Jahre später ist man nun mit neuen Musikern und neuer Platte zurück. Nicht mehr dabei sind Drummer Jensen (THE HAUNTED) und Basser Brice (jetzt DISSECTION). Dafür sitzt nun Fotis Bernado (ex-SEPTIC FLESH) hinter den Kesseln und Henric von CIPHER SYSTEM bedient den Tieftöner. Aber der wichtige Kern der Band besteht mit Gitarrist Gus G. (ex DREAM EVIL, FIREWIND), dessen Kollegen Marios (ex-EXHUMATION) und Ausnahme-Shouter Tompa Lindberg (ex-AT THE GATES, ex-THE CROWN und noch bei zig anderen Bands) weiterhin.

Doch die Wechsel im Line-Up haben der Band alles andere als geschadet. Auf ihrem zweiten Werk klingen NIGHTRAGE noch viel tighter und fetter als auf dem Debüt. Gleich zu Beginn zeigt man mit „Beeing Nothing“ wo der Hammer hängt. Da wird erst mal drauf los geholzt, dass es eine wahre Freude ist, und man wird schon etwas an die letzten Tage von AT THE GATES erinnert. Doch wer nun meint, dass es sich hier nur um eine weitere Prügel-Scheibe handelt, wird direkt anschließend mit „Phantasma“ eines besseren belehrt. Denn ab hier kommt das Markenzeichen der Band zur Geltung. Man vermischt nämlich derben schwedischen Death Metal mit einem dicken Schuss klassischen Heavy Metals. Dafür zeigt sich ohne Zweifel Gus G. verantwortlich. Da kommen bei eigentlich allen Songs groovige Riffs und geniale Leads en Masse zum Vorschein. Die besten Anspieltipps dafür sind u.a. „Poems“ und „Drug“, „Solus“ könnte man sogar fast als Power Metal verkaufen. Als Gegenpol dazu stehen dann brutalere Kracher, wie der schon erwähnte Opener, das Titelstück oder auch mein persönliches Highlight „Jubilant City“, welches live zu einem wahren Mosh-Monster werden dürfte. Für das sehr melodische „Frozen“ hat man sich Mikael Stanne (DARK TRANQUILLITY) ins Studio eingeladen, der großartige atmosphärische Backing Vocals zum besten gibt, welche dieses Stück eigentlich zu einem perfekten Single/ Video-Track machen. Ach, dass die Gesangsleistung von Meister Tompa eh wieder mehr als erhaben ist, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht weiter ausführen.

Das ganze im tadellosen Studio Fredman-Sound bringt NIGHTRAGE in die oberste Liga der Melodic Death Bands. Und die beste Nachricht ist, dass sich die Kollegen fest vorgenommen haben dieses Album auch angemessen live vorzustellen. Das sollte man nicht verpassen!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

NIGHTRAGE - Weitere Rezensionen

Mehr zu NIGHTRAGE