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NIGHTRAGE - Sweet Vengeance

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Artist NIGHTRAGE
Title Sweet Vengeance
Homepage NIGHTRAGE
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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Aha, eine neue CD von Century Media, Melodic Death Metal soll es sein, na mal schauen. Mein Gott, dass, was da aus den Boxen schallt, hört sich ja genau wie die letzte AT THE GATES Scheibe an! Kein Wunder, es ist ja auch derselbe Sänger, der berühmt berüchtigte Tompa Lindberg (LOCK UP, THE GREAT DECEIVER). Da wird die Sache natürlich schon mal interessanter, flugs die Bandbio hervorgeholt und man erkennt schnell, dass hier ausschließlich Könner am Werk sind. Die Combo wurde 2000 in Griechenland gegründet, vom Ex-EXHUMATION Gitarristen Marios Iliopoulos und Gus G., der gerade noch auf der neuen MYSTIC PROPHECY musizierte und auch bei DREAM EVIL am Start ist. Dazu kamen dann später noch der Franzose Brice Leclercq, der THE HAUNTED-Drummer Per M. Jensen und der EVERGREY Shouter Tom S. Englund für die vereinzelten cleanen Vocals. Letztere zwei sind allerdings keine festen Bandmember. Es ist also angerichtet, wie wird es munden?

Nachdem der Opener „The Tremor“ mit den mehrstimmigen melodischen Leads wirklich sehr an „Slaughter of the Soul“ erinnert, wird es danach ein wenig differenzierter. Lindberg brüllt sich natürlich wie immer die Seele aus dem Leib, während die Instrumentalfraktion 80er Riffs der Marke IRON MAIDEN ins neuzeitliche Gewand transferieren, klassischer Göteborg-Death Metal also, natürlich auch „klassisch“ produziert von Fredrik Nordström. Im Mittelteil („Wie war das noch im Mittelteil?“) werden alte IN FLAMES Anhänger mehr als zufrieden sein, die sich ja selber seit einiger Zeit von ihren Wurzeln entfernt haben. „Macabre Apparition“ mit den nach vorne peitschenden Gitarren hätte auch locker auf der „Lunar Strain“ stehen können, die Augen werden feucht vor Freude. Gegen Ende schleichen sich dann die bereits erwähnten cleanen Vocals ein, die sicherlich Geschmackssache sind. Ich hätte sie nicht unbedingt gebraucht, aber wahrscheinlich wollte man noch mehr Abwechslung ins Spiel bringen. Track 9, „Circle of Pain“, fängt sogar als waschechte Power-Ballade an, bis Lindberg die fragilen Töne wieder orkanartig überbrüllt.

Da viele ursprüngliche Melodic Death Bands sich mittlerweile weiterentwickelt haben (mit unterschiedlichem Erfolg), bringt „Sweet Revenge“ frischen „alten“ Wind in die Szene zurück. Und bei dem Line Up braucht man natürlich die normalen Kinderkrankheiten eines Debüts nicht zu befürchten. Hoffen wir mal, dass NIGHTRAGE keine einmalige Sache bleiben und man die Truppe auch mal live in Deutschland zu Gesicht bekommt!

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