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NIK PAGE - Rocketqueen

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Artist NIK PAGE
Title Rocketqueen
Homepage NIK PAGE
Label NEO/ SMD
Leserbewertung
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5.0/10 (3 Bewertungen)

Nach 5 Jahren Sendepause meldet sich der Extraterrestrische NIK PAGE mit einem neuen Werk unter eigenem Namen zurück in der Szene-Schublade, die da „Sci Fi Goth Pop Rock“ getauft wurde. Ohne die Sacrifight-Army, ohne die Reize einer Dara Pain, dafür mit neuem Produzenten und hübscher Freundin Kristin auf dem Cover. Leider auch mit einer recht eigentümlichen Promo-Maschinerie, denn „Rocketqueen“ steht den Schreiberlingen nur als EIN langer Download Track inkl. Anmerkungen des Meisters zur Verfügung, da wir uns alle ja so gerne auf Tauschbörsen herumtreiben. Leider ein wenig ungünstig zu hören, so denn man sich bewusst auf einzelne Stücke konzentrieren will. Bitte ändern in Zukunft.

Die musikalische Seite indes hat sich nicht wesentlich verändert. Hypereingängige Goth Rocker mit vielen Elektro-Spielereien, atmosphärischen Sounds und der markanten Stimme des charismatischen Musikers. Wahrlich nicht perfekt aber mit hohem Wiedererkennungswert. Dazu natürlich ein Heer von Gastmusikern, hier die obligatorische Aufzählung: Luminor (Ex-CINEMA BIZARRE-Liebling), die Musical-Sängerin Victoria Valo, Köfte von MAD SIN, Rod Usher (THE OTHER) oder auch Sophia, weiblicher Part von JOKE JAY, mit dem Nik ja auch schon durch die Lande tourte. Sie ist eine der „Vicious Girls“ aus dem gleichnamigen Song, der mit einem sehr einschmeichelnden Refrain punkten kann, was im Grunde für fast alle Titel gilt. Professionell produziert, nicht zu kompliziert, dafür aber tanz- und mitsingbar. Zum Religionskritischen „Voices From Outer Space“ hat man auch gleich ein hübsches Video gedreht, das als Bonus enthalten ist (neben einem Einkaufsgutschein für den Modebewussten Gruftie). Gerade durch den Einsatz der sogenannten „Twang-Gitarren“ erinnert mich „Rocketqueen“ immer mal wieder an den Output von BELA B. – natürlich in einer angeschwärzten Variante. Lyrisch wird in Muttersprache wie in Englisch dem Hedonismus gehuldigt, der Freiheit, dem kritischen Umgang mit Medien und Obrigkeit. Gibt schlechtere Themen.

Für alteingesessene Anhänger des umtriebigen Hauptstädters sicher ein schmackhaft zubereitetes Mahl. Lecker, leicht verdaulich und optisch hübsch angerichtet. Nach so vielen Jahren kann Nik ganz einfach auf das richtige Maß an Erfahrung zurückgreifen, die Produktion ist dementsprechend fett und verweist den vielerorts angepriesenen „Heissen Scheiss“ diverser Newcomer-Kollegen in die Schranken. Nächstes Mal dann bitte wieder eine reguläre Promo von Outer Space bitte…

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