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NINJA GUN - Restless Rubes

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Artist NINJA GUN
Title Restless Rubes
Homepage NINJA GUN
Label GUNNER RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Ob Gunner Records es sich wohl zur Aufgabe gemacht haben, alle Bands mit dem Begriff „Gun“ im Namen unter Vertrag zu nehmen? GUNSHOT, GUNS N‘ ROSES (Gunner Records kürzen sich GnR ab!) und jetzt NINJA GUN, wobei die Nachforschungen ergeben haben, dass die Vier aus Valdosta/ Georgia wohl doch die einzigen mit einschlägiger Namensgebung aus dem Bremer Stall sind. Auch gut, muss es eben ohne Axl gehen, ist wahrscheinlich sehr viel stressfreier.

Prinzipiell ist Power-Pop eine feine Sache, kann es sein und kann auch bös‘ in die Hose gehen. Schlimm ist es, wenn Bands mit Potential Alben produzieren, die eigentlich niemand wirklich braucht. Jetzt beginnt das zweite Album der Formation allerdings gleich mit einem ziemlichen Ohrenschmaus und ich fühle mich ob des gedoppelten Gesangs an die Brüder White von ELECTRIC SOFT PARADE erinnert. „Restless Rubes“ geht aber im gewissen Sinne aggressiver zur Sache, auch melodisch, fröhlich, es ließe sich fast harmlos sagen, was kein passender Terminus für erwähnte ELECTRIC SOFT PARADE wäre. Aggressiv ist die Musik von daher, weil sie mit allen Mitteln der Kunst versucht, im Gehörgang hängen zu bleiben – sicher nicht die schlechteste Kaufmotivation. Kein Grund zur Kritik! Bloß nervt dieser jederzeit gleichbleibende, vor sich bratende Gute Laune-Gitarrensound. Jonathan Cody rettet das Ganze ein wenig durch seine feine Gesangsdarbietung, die das Verfallsdatum dieses Tonträgers ein wenig verlängern kann. Alle dreizehn Songs sind dabei von einer irritierenden Gleichförmigkeit, die erst gar keine Spannung aufkommen lässt. Einzig die gelegentlichen Ausflüge in Country-Gefilde brechen ein wenig aus und beispielsweise „Front Yard Screamer (Kitchen Kissers)“ lässt durchaus aufhorchen. Das war es dann aber auch.
 
Jetzt hat ja jeder durchaus Freunde, die sich nicht so wirklich für Musik interessieren, so EinsLive-Hörer halt (tagsüber wohlgemerkt). „Restless Rubes“ wird von nun an gerne gespielt, wenn Radiomusik imitiert werden soll, dann können sie mit den Füßen wippen und über wirklich wichtige Themen reden. Musik ist eben doch nur die wichtigste Nebensache der Welt, oder wie war das nochmal?!

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