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NITRODIVE - Re-Evolution

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Artist NITRODIVE
Title Re-Evolution
Homepage NITRODIVE
Label GAIN
Leserbewertung
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7.0/10 (2 Bewertungen)

NITRODIVE sind eine noch recht junge schwedische Alternative-/ Hardrock-Formation, die mit „Re-Evolution“ ihr zweites Album auf den Markt bringt. Dass die Jungs schon mit den HARDCORE SUPERSTAR getourt haben, ist ihrem Sound deutlich anzumerken. Denn obwohl auch eine große Portion amerikanischer Alternative-Rock der Marke PUDDDLE OF MUDD und viele Anleihen an die Kanadier SUM 41 herauszuhören sind, merkt man doch, dass die Band aus Skandinavien kommt. Denn der typische Scandinavian-Rock der Marke BACKYARD BABIES ist nicht von der Hand zu weisen.

Gleich beim Opener/ Titeltrack kommt einem ein Hybrid aus SUM 41 und HARDCORE SUPERSTAR entgegen. Besonders originell ist das jetzt sicherlich nicht, aber der Song ist doch von recht hoher Qualität. Einziges Manko auf dem Silberling ist, dass sich die Lieder nicht so richtig unterscheiden. Man kann es schon fast als Einheitsbrei bezeichnen, aber auch der muss ja nicht unbedingt langweilig wirken. Bei NITRODIVE stehen ganz klar die Gitarren im Vordergrund. Harte runter gestimmte Riffs am Anfang, dann setzt der Gesang ein und steigert die Titel bis zum Refrain zu Bombast-Hymnen, ohne dabei allerdings peinlich zu klingen. Diese Methode, einen Song aufzubauen, ist nicht nur clever, sondern auch oft hitverdächtig. Die Melodien von „Dead Or Alive“ oder „Wake Up“ bleiben fast sofort hängen.

Über das ganze Album hinweg behält man die harte Gangart auch im Refrain bei und zeigt die Zähne. Passend zur musikalischen Weiterentwicklung hat sich auch beim Gesang was getan. Die Aggressionen sind immer noch zu hören, aber es wird auch eine gehörige Portion Pathos losgelassen. Zum Schluss kann man sagen, dass hier – mal abgesehen von der vielleicht doch zu sterilen Produktion – ein tolles, relativ eigenständiges Album vorliegt. Insbesondere dank der starken Stimme von Albert Norberg heben sich NITRODIVE wohltuend von den Genre-Konventionen ab und rocken dabei nicht weniger unbekümmert als die Wagenladungen von Bands, die gerade zwecks Trendausschlachtung in die Studios gekarrt werden. Dem Spaßfaktor beim Hören tut das nur gut.

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