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NIVEAU ZERO - In_Sect

VN:F [1.9.22_1171]
Artist NIVEAU ZERO
Title In_Sect
Homepage NIVEAU ZERO
Label AD NOISEAM
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.3/10 (3 Bewertungen)

Da denkt man sich noch „Oh je, was für ein schlechtes Cover“ und erwartet irgendwas aus dem Gothic Bereich, und als dann der erste Track „In_Sect“ an meine Ohren gelangt, ist die Welt nicht so, wie sie vorher war. Was der Franzose Frédéric Garcia hier abliefert, ist einfach nur… überwältigend, ich kann nun bestens nachvollziehen, warum er den Titel „Best Electronic Newcomer“ bekommen hat. Er vereint gekonnt mehrere Stile wie Dubstep, Elektro, Breakcore und HipHop (jedenfalls ab und zu). Dieses Sahnestückchen schwebt von der Genialität her zwischen PRODIGY, MODESELECTOR, CHEMICAL BROTHERS und MASSIVE ATTACK. Glaubt ihr nicht? So gut kann keiner klingen bzw. wie soll sich denn so was überhaupt anhören? Da sage ich mal ganz frech: „Hört es euch doch einfach selber an!“, anfangs fragt man sich zwar noch, was da auf einen zukommen mag, da man eine gesampelte Gitarre hört, aber der Opener kriegt letztendlich einen Drall in Richtung SKINNY PUPPY (neuere Werke) und lässt einen erahnen, dass etwas Eigenständiges heranwächst, mit einigen PRODIGY-Elementen versetzt.

Bei „First (feat. The Unik)“ hätte man auch gut auf HAUJOBB tippen können, aber nach einer Minute zeigt das Untier seine Fratze und bietet einen schon fast Industrial-artigen Breakcore mit tollen Melodien und tollem Aufbau, der einem die Sounds nur so um die Ohren fetzt. „MyDog“ schmatzt und windet sich anschließend wie eine harmlose Version von „Daddys Girl“ (APHEX TWIN), aber mit viel mehr emotionaler Tiefe. Bei „Revolution HXC“ zeigt Garcia seine Wandlungsfähigkeit, der Stil ist eigentlich gar nicht richtig zu definieren, zwar eher im HipHop angesiedelt, aber der puristische Elektronik-Mix mit Gitarren kann in dieser Form kaum beschrieben werden. Wobei die Rap Parts mich an Werke von MAXIM erinnern, aber das ist laaaaaaaaaaange her. Und so bringt mich jeder Song immer mehr zum Staunen, es gibt ständig neue Ideen/ Härtegrade, die einen zumeist überraschend wie ein Baseballschläger im Gesicht treffen. Jeder Track ist ein Kunstwerk für sich und ergänzt sich mit den anderen Kompositionen zu einem Meisterwerk von Album. Mein persönliches Highlight ist das langsame „Ikon“, das glatt von MASSICE ATTACK sein könnte, schleppende Schwere, die wie ein in Stücke zerrissener Mensch umher robbt.

Nun mal im Ernst, wenn sich meine Beschreibung nicht schon beeindruckend anhört, dann zieht euch dieses Debüt einfach selber rein. Klar gibt es bestimmt viele, die aus Prinzip solche Musik nicht mögen, aber wenn sich jemand nur annähernd angesprochen fühlt, wird er sich von dieser CD genau so fesseln lassen wie meiner einer. „In_Sect“ ist für mich wieder einer dieser Lichtblicke, die mich hoffen lassen, dass wir in der Musik noch nicht am Ende unserer Weisheiten angekommen sind, sondern es wohl immer ein „Morgen“ geben wird. In diesem Sinne, CD kaufen, anhören und erleuchten lassen.

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