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NOBILITY OF SALT - Those Narrow Streets

VN:F [1.9.22_1171]
Artist NOBILITY OF SALT
Title Those Narrow Streets
Homepage NOBILITY OF SALT
Label AMÖBENKLANG/ SX DISTRIBUTION
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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1.0/10 (1 Bewertungen)

Kenner werden sich freuen: Die Avantgarde-Künstler von NOBILITY OF SALT melden sich mit einem neuen Album zurück. Und das schöne daran: Mittlerweile verstehe auch ich ihre Musik besser! Die Gebrüder Hoffmann plus Bassistin Ines Pollok laden wieder zu einer über 60 minütigen Reise in Schwermut und Psychedelik ein. 15 Tracks in der Schnittmenge von (italienischen) Soundtracks, Dark Wave und russischer Folklore, eine Mischung, die wohl immer noch einzigartig ist.

Wie beim Vorgänger „The Tremulous Sea“ fällt das Artwork wieder exquisit aus, dieses mal wurden die Bandfotos einer besonderen aquarellartigen Behandlung unterzogen. Und dann das Intro! Morricone hätte es kaum besser machen können, schwirrende Gitarren voller Sehnsucht, welche die Ankunft der finalen Duellisten ankündigen. Sie werden töten, auch wenn sie es nicht wollen. Sie werden töten, weil es das Gesetz des Lebens ist… Und beim zweiten Stück setzen dann Renés Vocals ein, die mir immer noch etwas schwer im Magen liegen. Man kann sie bestens mit den Adjektiven „theatralisch“ und „leierig“ beschreiben, wenn es Letztgenanntes überhaupt gibt. Durch die Phrasierung bekommen die Tracks einen fremdartigen, irgendwie osteuropäischen Touch, der mittels Verwendung einer Balalaika noch verstärkt wird. Das hört sich dann an, wie WOLFSHEIM, die in Ljubljana auf einem fast vergessenen Güterbahnhof musizieren, ein paar Kinder spielend auf den Gleisen, während die Alten ihrer Jugend nachhängen. Und auch wenn ich hier keinen Bruderzwist anstrengen will: Das einzige mal, wo Ricardos Stimme dominiert (beim Titelstück), wirkt die Sache für mich runder, da er über eine klassische Wave-Stimme verfügt. Im Laufe des Albums werden noch diverse Instrumente eingeflochten wie etwa ein Banjo oder ein Piano, für Abwechslung ist also gesorgt. Hin und wieder gibt es gar jazzige Parts („54 Compton Street“), ein Stück wurde dem schon von Kinski verehrten Dichter Rimbaud gewidmet („Enfance“).

Ein wirklich faszinierendes Stück Musik, das klangtechnisch seinesgleichen sucht. Besonders die vielen Italo Western Motive haben es mir angetan und die inhärente Sehnsucht. Lediglich mit der Stimme muss man „können“, ich habe damit halbwegs Frieden geschlossen, da es auch genügend Instrumentalparts gibt. Innovativ und sperrig, ohne den roten Faden zu verlieren – Für mich ein absoluter Geheimtipp!

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