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NOBLESSE OBLIGE - Affair of The Heart

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Artist NOBLESSE OBLIGE
Title Affair of The Heart
Homepage NOBLESSE OBLIGE
Label REPO RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.0/10 (6 Bewertungen)

Der Bandname NOBLESSE OBLIGE verpflichtet natürlich und deshalb kommt auch „Affair of The Heart”, das vierte Album von Sebastian Lee Philipp Valerie Renay, wieder mit jeder Menge Eleganz und Charme daher. Seit 2006 machen die französische Sängerin und Schauspielerin und der deutsche Songwriter und Produzent gemeinsame Sache. In London gegründet, wurde vor fünf Jahren der Umzug nach Berlin vollzogen, in dessen Umland auch das neueste Werk der Electro-Popper entstanden ist. Genauer gesagt in Chris Corners (IAMX) Turmwerk Studio, wo ungestört von der Außenwelt drei Monate lang an den Songs gefeilt wurde – umgeben von alten Synthesizern und analoger Studiotechnik.

Im Mittelpunkt stehen bei dem Duo süße Melancholie, verträumte Synthie-Melodien, pulsierende Balladen, Eighties-Electro-Wave und schwelgerische Dancefloor-Momente, die mit dem Opener „Mata Hari“ zusätzlich zur unterkühlten Elektronik auch noch einige orientalische Versatzstücke erhalten haben. Neben dieser Singleauskopplung ist auch das eingängig-tanzbare „Runaway“ bereits erschienen – inklusive eines Videos, bei dem der bereits erwähnte Chris Corner Regie führte. Derweil macht „Burn“ synthetisch Tempo, um mit „Chasing Shadows“ zunächst die Drummachine auf Autopilot zu stellen und dann sehnsuchtsvolle Melodien hinzuzufügen. In diesem Sinne schließt sich auch das geheimnisvoll-treibende „Break Your Heart“ an, bevor das aufgeräumte „Vagabonde“ ins Französische wechselt und „The Seventh Wave“ geradezu aus den Boxen schwebt. Ähnlich verhält es sich mit dem flirrenden „In The Heat of The Night“, ehe es mit „Hotel California“ ein Cover auf die Ohren gibt, das vermutlich noch nicht so häufig in die Düsterpop-Ecke transformiert wurde. Der EAGLES-Klassiker macht sich jedoch auch im dunklen Electro-Gewand ausnehmend gut, wenngleich die Puristen vermutlich „Verrat!“ schreien werden. Am Ende trumpft das Duo beim finalen „Voices In My Head“ mit Vocoder-Sounds auf, welche die überwiegend doch recht getragenen Synthieflächen auf der Zielgeraden noch einmal ein wenig aufbrechen.

Nach den kreativen Anfängen in der Londoner Elektropunk-Szene, dem Chanson-Pop des 2008er Longplayers „In Exile“ (für welchen es den russischen Musikpreis Steppenwolf als „best foreign band 2009“ gab) und der experimentellen Voodoo-Phase „Malady“ aus 2010, präsentieren NOBLESSE OBLIGE mit ihrem vierten Streich lupenreinen Synthie-Pop, der bei der dunklen Gemeinde mit einem Hang Richtung Achtziger auf viel Gegenliebe stoßen dürfte.

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