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NOBLESSE OBLIGE - In Exile

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Artist NOBLESSE OBLIGE
Title In Exile
Homepage NOBLESSE OBLIGE
Label REPO RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Das Duo NOBLESSE OBLIGE wurde 2004 in London von dem deutschen Songschreiber und Produzenten Sebastian Lee Philipp und der französischen Schauspielerin/ Sängerin Valerie Renay gegründet. Mit „Privilege Entails Responsibility“, so die engl. Übersetzung des Bandnamens (zu deutsch: Adel verpflichtet), gaben die beiden bereits in 2006 ihr Album Debüt, bevor sie 2007 nach Berlin umzogen, um dort im hauseigenen Studio die neue Scheibe „In Exile“ zu produzieren. Die erste Vorab Hörprobe daraus „Tanz, Mephisto!“ ist bereits als Download Single im Internet erhältlich. Musikalisch lässt sich NO in keine eindeutige Schublade legen, es gibt Elemente aus 60er Jahre Chanson, Disco-Punk, Folklore, Elektro…

Die erste akustische Berührung mit dieser Silberscheibe habe ich an einem trüben Morgen, nach einer viel zu kurzen Nacht, auf dem Weg zur Arbeit. Halb schlaftrunken lege ich die CD in den Player und warte… Und wie eine warme Decke legt sich der erste Song um mich und ich fühle mich wohl und kann langsam und sehr angenehm beschallt weiter wach werden… Bei einem zweiten, nun durchaus ernsteren Hinhören am folgenden Abend, festigt sich der Eindruck weiter, dass ich da ein schönes Stück Musik in die Hände bekommen habe. Los geht’s mit „4 A.M.“, einem sehr melodiösen Titel, der nicht nur durch Sebastians angenehm sonore Stimme besticht, sondern auch durch seine Lässigkeit und die weichen Klangfolgen. Im nächsten Song „Das Soldatenglück“ geht es nun schon schwungvoller zur Sache, doch bleibt die düstere Melancholie durchaus erhalten. Die Texte auf „In Exile“ sind vorwiegend in englisch gehalten, aber auch deutsch und französisch wird intoniert und mit „Jalouse“ geht nun ein von Valery auf Französisch gehauchtes Stück an den Start. So höre ich Track um Track – dabei wird die Abwechslung groß geschrieben. Viele elektronische Elemente, aber auch Gitarren, Flöten und das Klavier kommen zum Einsatz, so wie es den beiden gerade in den schöpferischen Kram passt. Manches eignet sich zum Tanzen, anderes lädt zum Kuscheln ein, auch die Skip Taste bediene ich durchaus bei dem einen oder anderen Lied, denn der Hang zu Buschtrommel Romantik mit Bongos und Urwaldgeräuschen fehlt mir eindeutig. Ansonsten wird dem geneigten Hörer auf „In Exile“ stimmungsvolle bis experimentelle Musik geboten, die sich sehr gut mit verschiedensten Geschmäckern in Einklang bringen lässt.

Nach 15 Tracks und 53 Minuten des Hörens bin ich sicher: Die Scheibe wird bestimmt öfter mal bei mir rotieren, immer dann, wenn ich es gemütlich haben will, wenn der Alltag zu fest nach mir gegriffen hat und ich selbigen bei einem Glas Wein abzuschütteln versuche.

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