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NOBLESSE OBLIGE - Malady

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Artist NOBLESSE OBLIGE
Title Malady
Homepage NOBLESSE OBLIGE
Label REPO RECORDS
Veröffentlichung ..
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Seit nunmehr sechs Jahren verbinden NOBLESSE OBLIGE ihren melancholisch-romantischen Sound mit Mystik und Mythologie. Dies gilt insbesondere für den dritten Streich „Malady“ der französischen Schauspielerin und Sängerin Valerie Renay sowie des deutschen Musikers und Produzenten Sebastian Lee Philipp, die das Bandprojekt 2004 in London gegründet haben. Ihr Debüt „Privilege Entails Responsibility“ zählt zu den Klassikern der damaligen Londoner Indie-/ Electro-Underground-Szene und mit dem zweiten Album „In Exile“ gewann das Duo 2009 – inzwischen nach Berlin umgesiedelt – den renommierten russischen „Steppenwolf Music Award“, nachdem sie im Jahr zuvor gemeinsam mit MIA. und POLARKREIS 18 mit der Künstlerförderung der Initiative Musik des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bedacht worden waren.

Doch zurück zu „Malady“, dem Longplayer, der für Valerie auch eine Reise zurück in ihre Kindheit auf der Karibikinsel Martinique war. Da dürfen Themen wie Okkultismus, Voodoo, Zauber und Mystik natürlich nicht fehlen und tatsächlich stellt sich auf „Malady“ ein exotisches Flair ein, den man bei den elektro-dominierten Vorgängern so nicht kannte. Bereits der laszive Opener „Morning Docks“ empfängt den Hörer mit dezenten Kastagnetten und akustischen Gitarren, um nahtlos in der unterkühlten Vorabsingle „The Great Electrifier“ aufzugehen. Die Synthesizer sind dieses Mal nur Nebenkriegsschauplätze, stattdessen spielen NOBLESSE OBLIGE mit den unterschiedlichsten Instrumenten wie Timbales, Kazoo oder auch Ukulele, die auch dem verschwörerischen „Beck And Call“ und „Moonchild“ den besonderen Rhythmus verleihen, während „Equinox“ mit wavigen Sounds von der Tag-und-Nacht-Gleiche erzählt. „Tropical Fever“ trommelt sich langsam in magische Trance-Zustände, ehe „Lady With The Kazoo“ mit düsterer Entschlossenheit den Weg für das melancholisch-schöne „Cracks On The Wall“ ebnet. Tropische Schwere lastet derweil auf dem sinnlichen „When Thunder Breaks Up Under“, bevor „Zanzibar“ zum flotten Tanz einlädt und mit französischem Gesang zu scheppernden Cowbells betört. „Sambo“ taucht erneut in eine schwüle karibische Sommernacht ein, um schließlich mit „May They Come With Spears And Knives“ ein letztes Mal die verstörenden Voodoo-Trommeln erklingen zu lassen.

Über „Malady“ liegt so etwas wie ein magischer Fluch, der jede Menge Unheil verheißt, dem man sich aber trotz besseren Wissens nicht entziehen kann. Der ungeschliffene, poppige und leicht wavige Sound untermalt die Atmosphäre einer heißen Vollmondnacht dabei mithilfe der eingesetzten exotischen Zutaten, die instrumentaler, stilistischer und textlicher Natur sind, auf das Vortrefflichste. Ich glaube, ich sollte mir „Angel Heart“ mal wieder ansehen…

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