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NOCOMMENT - Like a Record

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Artist NOCOMMENT
Title Like a Record
Homepage NOCOMMENT
Label ECHOZONE
Leserbewertung
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9.2/10 (5 Bewertungen)

NOCOMMENT? NOCOMMENT? Moment, das sagt mir was. Ein bisschen geforscht und tatsächlich findet sich da doch ein Lied der Band auf meinem Rechner. „Her eyes rolled back“, erschienen im Jahre 1999 auf dem Album „Painkiller“. Mit Unterstützung von JANUS-Mastermind Dirk „Rig“ Riegert. Ah ja, jetzt weiß ich wieder, warum ich diesen Song besitze und verbinde damit eine interessante und ausgesprochen amüsante Zeit. Aber hier soll es nicht um meine JANUS Affinität gehen, sondern um die aktuelle NOCOMMENT EP „Like a Record“. Der Bandhomepage ist zu entnehmen, dass man diese EP anlässlich der Verwendung des DEAD OR ALIVE Covers „You spin me round (like a record)“ in einer Folge der überaus erfolgreichen US-Serie „Desperate Housewives“ veröffentlicht hat. Zu hören in der Auftaktfolge „Sin“ der 6. Staffel. Ursprünglich erschien die Coverversion aber schon 1998 auf der CD „Bondage“.

NOCOMMENT, das sind Franziska, Rene und Thomas, wobei die beiden Herren schon seit 1989 zusammen musizieren und Franziska dann im Jahre 1996 dazu stieß. Man kann also durchaus auf eine gewisse Historie zurückblicken. Ist mir „Her eyes rolled back“ noch recht gitarrenlastig im Ohr, hat man sich inzwischen anscheinend mehr der Elektronik zugewendet. Aber nun gut, dazwischen sind auch 12 Jahre vergangen und da ich wirklich nur dieses eine Lied kenne, kann ich über die nachfolgenden Alben und den musikalischen Wandel wenig sagen, ohne eventuell ins Fettnäpfchen zu treten. Auf der EP sind zwei Coverversionen enthalten. Das oben schon angesprochene „You spin me round (like a record)“ in der 2010er Version und in der angesprochenen aus dem Jahre 1998 sowie eine Interpretation des VANGELIS Klassikers „Pulstar“. Hier ebenfalls in der 2010er Single Version und dann noch mal als Club Mix. Und um das ganze abzurunden, gibt es mit „Secrets“, „The Museum“ und „Cafe Sureal“ noch drei eigene Songs der Band auf die Ohren. Wenn auch hier im Remix Gewand (die Originale sind auf der „Polyradah“-VÖ zu finden). Das DEAD OR ALIVE Cover macht Spaß, so wie auch schon das Original und klingt mit Frauenstimme durchaus interessant. Kann man gut mitsingen und wenn keiner zuschaut, tanzt man auch gerne dazu einmal quer durchs Wohnzimmer. „Pulstar“ musste ich mir zunächst erstmal im Original anhören, denn seit „Conquest of paradise“ damals auf unserer Klassenfahrt pausenlos und in Endlosschleife immer und überall gespielt wurde (Bravo Hits 10 – you remember?), hatte ich VANGELIS von meiner Liste für interessante Musik gestrichen und mich auch nicht weiter damit auseinandergesetzt. Zumindest ist man bei der Neuinterpretation dem Original recht treu geblieben, hat es aber in eigener Weise modernisiert. Klingt gut, gefällt mir. In beiden Versionen tanzbar – Franziskas Gesang macht sich wirklich nicht schlecht und fügt sich harmonisch in den Song ein. „Secrets“ klingt ein bisschen wie CLIENT, aber wärmer. Geremixed wurde übrigens von CRUSH IN BASEMENT (ein Schelm, wer hier an Staub denkt…). „The museum“ kommt recht opulent daher, musikalisch stellenweise eher hektisch, Franziskas Stimme gefällt mir hier (wie auch insgesamt) besonders gut. Der Remix stammt von DATASUSHI. Zu guter letzt gibt es dann noch „Cafe Sureal“ (welch ein wunderhübscher Titel) auf die Ohren. Ein bisschen zum mitklatschen, ein bisschen an alte Computerspiele erinnernd, aber mir etwas zu schnell und zu wuselig. Macht mich nervös. Remixer hier war NACHZEHRER.

Der Anlass alleine rechtfertigt schon den Output dieser sympathischen EP. Für den gemeinen Hörer aber eher zu vernachlässigen. Dann lieber auf ein nächstes Album warten/ hoffen, denn musikalisch sind NOCOMMENT wirklich interessant. Als Hardcorefan ein unbedingtes Muss. Ich werde die Band auf jeden Fall ab sofort im Auge behalten, bin ich doch gespannt, was da noch kommen mag.

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