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NOCTE OBDUCTA - Karwoche – Die Sonne der Toten pulsiert

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Artist NOCTE OBDUCTA
Title Karwoche – Die Sonne der Toten pulsiert
Homepage NOCTE OBDUCTA
Label SUPREME CHAOS RECORDS
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NOCTE OBDUCTA heißt so viel wie ‚unter dem Schleier der Nacht‘ und ist seit 1995 der Name einer Black-Metal-Kapelle aus Mainz. Selbige hatte sich zwei Jahre zuvor bereits als SESIHRA gegründet und somit können Marcel (Gitarre, Gesang, Keys & Bass), Torsten (Gesang), Stefan (Gitarre & Gesang), Malte (Schlagzeug) und Heidig (Bass) in diesem Jahr schon das Dreißigjährige feiern, allerdings ist von der Gründungsformation nur noch Marcel „Traumschänder“ Breuer am Start. Mit „Karwoche – Die Sonne der Toten pulsiert“ senden die Jungs einen weiteren Gruß aus dem Studio und versprechen, mit ihrem 14. Streich wieder zur schwärzeren Seite von NOCTE OBDUCTA zurückzukehren.

In diesem Sinne lässt der Opener „Sonne der Toten“ schon mal nichts anbrennen und legt im Highspeed-Modus einen Einstand nach Maß vor. Ähnlich schließt sich auch das bitterböse „Drei gemeuchelte Sommer“ mit massiven Gitarrenwänden und krächzenden Vocals an. Der Titeltrack „Karwoche“ lässt es hingegen etwas ruhiger angehen und auch das doomige „Birkenpech“ verspricht eine seelenlose Atmosphäre in schauriger Umgebung. Mit „Blutmond Nemesis“ rappelt es wieder im dezent disharmonischen Karton und dank „Conamara Chaos“ findet der Fünfer auch wieder in die ganz düsteren Gefilde zurück. Hier fühlt sich auch das knackige „Balder“ wohl, bevor am Ende mit „Schwarzbier und Feigen“ rumpelig angestoßen wird.

Mastermind Marcel hört es zwar nicht gern, aber den Black Metal von NOCTE OBDUCTA auch anno 2023 mit dem Zusatz ‚Avantgarde‘ zu versehen, bleibt angesichts von „Karwoche – Die Sonne der Toten pulsiert“ immer noch aabsolut angemessen. Die Mainzer knüppeln nicht einfach alles brachial nieder, sondern überraschen immer wieder mit der einen oder anderen dunklen musikalischen Überraschung. Stellt euch eine deutlich metallischere Version von SAMSTAS TRAUM oder DORNENREICH vor, dann seid ihr in etwa auf dem richtigen Weg in die rabenschwarze, hoffnungslose Verderbnis.

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