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NODE - Das Kapital

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Artist NODE
Title Das Kapital
Homepage NODE
Label SCARLET RECORDS
Leserbewertung
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Eine italienische Band, ein deutscher CD-Titel, ein reichlich merkwürdiges Cover? Das sind die ersten Gedanken beim neuesten Output von Scarlet Records, noch genauer von der Band des Labelmanagers Daniel Botti. Dabei waren mir NODE kein Begriff trotz bereits zweier Alben und ebenso vieler EPs. Seit 1994 ist man bereits aktiv und hat in den 10 Jahren unzählige Lineup Wechsel hinter sich gebracht, mit dem neuen Drummer Marco Di Salvia fühlt man sich nun stärker und technischer als je zuvor. Der neueste Output soll eine Art Konzeptalbum über das 20. Jahrhundert darstellen, wohl aus der Sicht der arbeitenden Bevölkerung mit leicht linker Attitüde. Die Verwendung eines „klassischen“ Goebbels-Samples („Wollt ihr den totalen Krieg?“) kann man aber durchaus zwiespältig bewerten.

Jedenfalls brettert das südländische Quartett ordentlich nach vorne los, keine Spur allerdings vom Grindcore-Sound der Anfangstage. Mittlerweile fabriziert man einen Stilcocktail aus Death, Thrash und Heavy Metal, der einen deutlichen Schwedeneinschlag besitzt. Und so wurde die Scheibe auch stilecht in Schweden aufgenommen und abgemischt (Underground Studios, Mastering Room). Ergebnis: Eine CD, die sich im Spannungsfeld von DARKANE, CARNAL FORGE oder auch MNEMIC nicht unwohl fühlen dürfte. Der gute Daniel kreischt heiser bis hysterisch mit ein paar cleanen Vocalparts, während die Gitarrenfraktion zwischen thrashig flotten und klassischen 80er Riffs hin und her rochiert. Das funktioniert z.B. bei den beiden sehr abwechslungsreichen Openern ganz hervorragend, während das mittelschnelle „The Plot sickens“ (mit recht schlechter englischer Betonung) doch ein wenig langweilt. Ein absoluter Höhepunkt ist natürlich die Cover Version des wunderbaren QUEENSRYCHE-Klassikers „Empire“ vom gleichnamigen Album aus dem Jahre 1990. Instrumental gar nicht so viel anders kommt der aggressive Gesang anstelle von Geoff Tates „Wunderorgan“ richtig gut und dreckig.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass NODE mit diesem Album nicht mehr als einen Achtungserfolg einfahren werden. Der Sound, die Leidenschaft und die Spieltechnik passen zwar im Großen und Ganzen aber das Artwork wirkt abschreckend und die Stilistik insgesamt nicht originell genug. Gutes Futter für zwischendurch mit interessantem lyrischen Unterbau!

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