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NOEKK - The Minstrel’s Curse

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Artist NOEKK
Title The Minstrel’s Curse
Homepage NOEKK
Label PROPHECY
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Wiederum beehren uns die Herren Helm & Schwadorf mit ihrem Konzeptprojekt NOEKK. Strategisch dem 70er Jahre Progrock (plus Metaleinflüsse) zugewandt, inszeniert von kehligem Operngesang. Der Wassergeist NOEKK spiegelt sich aber in den Oberflächen der 4 enthaltenen Titel jederzeit wieder. Ob als wild tosender Gebirgsbach, ruhig dahin fließender Fluss oder als sprudelnde Quelle.

Der eröffnende Titeltrack bringt massive Metalriffs als Tempomacher zu den Arien, die eher dem Mellotron zugewandt sind. Dieses Zusammenspiel endet immer wieder in orchestralen Passagen, kraftstrotzend den Liedermacher begleitend. Noch mehr Energie steckt in den Gitarren von „Song of Durin“, einem massiven Soundwall, der markerschütternde Gesangseinlagen durch seine Untiefen manövriert. Hier sind auch erstmals ausufernde progressive Keyboarduntermalungen zu vernehmen, welche durchaus pompös gestaltet die Atmosphäre des Titels untermalen. Dem Doom zugewandt taucht plötzlich „How long is ever“ aus den suppigen Nebeln auf, lässt dann mit melodischen Gitarrenklängen ein Wikingerschiff langsam vorbeiziehen. Die Meute zieht in den Krieg und schert sich nicht um Tod und Verderben, doch alles, was man vorfindet, ist Pianobegleitete Tristesse und Melancholie. Weniger unbehaglich ist die Inszenierung von „The Rumour and the Giantess“ ausgefallen, das ein Wechselbad der Gefühle aus tempoträchtigen Metalriffs und traumwandlerischen Mellotroneinsätzen bietet. Gelungen fügt sich die obskure Geschichte in die akustische Untermalung mit ein.

NOEKK bieten stimmungsvoll obskuren Progrock mit mittelalterlicher Thematik in einem einwandfrei produzierten Soundkonstrukt. Für die passende stimmliche Untermalung sorgt Opernsänger Thomas Helm, dessen grandios voluminöses Organ so manch flüchtendes Instrument einfängt. Gediegene Unterhaltung für Freunde von CATHEDRAL, KING CRIMSON & Co.

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