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NOFLAG - Spit english or die

VN:F [1.9.22_1171]
Artist NOFLAG
Title Spit english or die
Homepage NOFLAG
Label 666 PRODUCTIONS
Leserbewertung
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„Biohazard meets Dead Kennedys and if you don’t agree we don’t give a fuck“ steht auf NOFLAGs Myspace Seite zu lesen. Klingt viel versprechend. Wenn man sich das Artwork zu Gemüte führt, merkt man sofort, dass diese „5 dirty Motherfuckers“ aus Frankreich eine witzige Ader zu haben scheinen, aber dennoch mit einem Albumtitel wie „Spit english or die“ (S.O.D. lassen grüssen) eine kritische Message hinausschreien wollen.

Coole Thrashriffs brettern gleich zu Beginn von „Sexy 6“ los und die aggressive, schmähliche Stimme des Sängers ist kaum zu überhören. „Eat my knee“ ist schon die nächste Aggro-Bombe und dementsprechend fühlt man sich beim Hören dieses Tracks. Nichtsdestotrotz macht die Musik an sich Spaß. „I found your brain yesterday at the party“ bietet auch schon mal wieder ein tolles Gitarrenriff im 11/8 Takt, das sich festbeißt, bis ein fieser Hardcoreteil inklusive Handclaps zur Ablösung schreitet. Ein kleiner Favorit des Albums. NOFLAG erlauben (sich) keine Pausen und somit steht der Titel gebende Song an, der witzig vorgetragen wird. Bei „stay rock hard and longer“ nimmt man unüberhörbar auf George W. Bushs Amtszeit Bezug, wobei wieder mal nicht die humoristische Art außer Acht gelassen wird. Nette Breaks verpackt mit Ironie gibt’s auch beim Kracher „Deadbeat and proud“. Sehr geradlinig und recht corig wird’s wieder mit „Breaking the Pelvis“, in dem auch Gastsänger Poun von BLACK BOMB.A den Chorus supportet. Rausschmeißer „Opportunism (S)Kills“ wälzt ohne Mitleid in den zweieinhalb Minuten mit satten Gitarren, pumpenden Drums, dröhnendem Bass und Gesangschören alles nieder, was sich in den Weg stellt. Mal schnell, mal langsam, mal wieder schnell. Einfach Non-Stop Pogo!

Der Shouter verausgabt sich zu sehr, was sich stellenweise wie Stimmbruch anhört und auf Dauer ein bisschen nervt. Zu meckern gibt’s an diesem Werk abgesehen von der Stimme allerdings nichts. Wer einfach mal ein bisschen seine teuer erstandene Ikea Einrichtung bei Punkrock der härteren Gangart mit lustigen und gleichzeitig kritischen Texten demolieren möchte, muss dieser CD mal lauschen.

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