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NOISUF-X - Excessive Exposure

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Artist NOISUF-X
Title Excessive Exposure
Homepage NOISUF-X
Label PRONOIZE/ DARK DIMENSIONS
Leserbewertung
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6.8/10 (9 Bewertungen)

Jaaaaaaaaa, die Referenz für den gesamten Electro-Industrial-Techno Bereich (und was weiß nicht noch alles) ist zurück mit einem neuen Album, und ich war gespannt wie ein Flitzebogen, denn „Voodoo Ritual“ war in meinen Augen ein Meilenstein. Und gleich im voraus, es hat sich absolut nichts geändert, die neue CD „Excessive Exposure“ ist eine absolute Weiterentwicklung, hier spürt man bereits beim ersten Song „All Systems Go“ einen nahtlosen, fließenden Übergang, die Basedrums hämmern einem gegen den Frontallappen und die verzerrten Sounds watschen einen noch links und rechts eine hinterher. Auch das Rezept mit den Samples mundet immer noch in einer absoluten Perfektion, Jan hat ein unglaubliches Gespür dafür und man fragt sich schon, wo er das Zeug immer wieder auftreibt.

Mit dem Sample „Deutschland braucht Hilfe, Deutschland braucht Bewegung“ bringt er beispielsweise den absoluten Stomper auf die Lautsprecher, was beim folgenden „Please hang up“ noch durch die kreative Idee getoppt wird, unterschiedliche Handy-Geräusche als Rhythmus-Elemente zu verwenden. Ein gutes Niveau bleibt auch bei den nächsten Tracks erhalten, aber die Leichtigkeit und Raffinesse von „Voodoo Ritual“ wird nicht mehr ganz erreicht, was mich allerdings nicht wundert, ist eben schwer ein zweites Mal zu erreichen, jedoch rede ich auch nur von ein paar Nuancen. Das „Besondere“, was NOISUF-X von den meisten Standardveröffentlichungen unterschied, ist nicht mehr durchgängig zu spüren, der eine oder andere Song geht einem sogar etwas auf den „Senkel“. Trotz alledem sind immer noch richtige Meisterwerke dabei, die Jans Status rechtfertigen, „I am watching you“, „White Noise“ oder „Shut up“ können dem Industrial-Genre völlig neue Blickwinkel und Variationen verleihen. Ob nun innovativ oder eher Standard – die CD ist durchgängig auf ein Ziel produziert worden, und das lautet „Tanzfläche“. Ruhiges Material findet ihr hier nicht, aber darauf war das Project NOISUF-X auch nie ausgelegt. Es nur schade, dass dieses Mal mehr handelssübliche Stampfer dabei sind, ergo ist „Excessive Exposure“ „nur“ noch überdurchschnittlich gut, aber der Rest zeigt nach wie vor die Genialität des Tanz-Rhythmus-Meisters, die ihn meilenweit von den starren Technoimitationen der artverwandten Bands unterscheidet.

Und wieder hat er die Messlatte für laute Musik höher gesetzt, die Pegelausschläge werden gnadenlos gegen die Wand gesetzt, da wäre es mal langsam an der Zeit drüber nachzudenken, ob man tatsächlich der MOTÖRHEAD der Szene sein muss, denn klanglich sind gibt es dadurch unumstritten Einbußen, auch wenn die Musik in den Diskos auf den ersten Blick „besser“ erscheint…. Jan, das hast du doch gar nicht nötig. Es gibt auch noch eine limitierte Edition mit einer Zusatz-CD, leider lag mir nur der normale Tonträger vor, aber wenn ihr die Möglichkeit habt, hört doch am besten gleich mal in das Ding rein.

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