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NORMA - Book of Norma

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Artist NORMA
Title Book of Norma
Homepage NORMA
Label G-RECORDS
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Schwedens Musikpresse wird auch immer überschwänglicher. Überschlagen sich die Briten schon mit Superlativen, wenn es um einen neuen Hype geht, greifen nun auch die Schweden in die angestaubte Mottenkiste der Musikjournalie. Ihr neuestes Opfer sind NORMA, nicht der deutsche Discountmarkt sondern eine Band, welche eigentlich schon gar keine mehr war, jetzt aber doch wieder ist. 2005 gegründet war bereits ein halbes Jahr später wieder Schluss, nur um Jahre später in den schwedischen Wäldern mit „Book of Norma“ doch noch so etwas wie einen Longplayer einzuspielen.

Die Atmosphäre, in welcher das Album entstanden ist, merkt man „Book of Norma“ auch an. Da wäre das düstergeheimnisvolle Minimalelektrowerk „It will last“, das sich auch ideal als Soundtrack für das „Blair Witch Project“ geeignet hätte. Das Nebelverhangene „S.A.M.“ hingegen mäandert in seiner eigenen Krautrockigkeit wirr dahin, bevor sich zumindest „Waste“ auf die Einfachheit der Akkorde beschränkt und schönen Indiepop serviert, den man ansonsten bisher nur aus deutschen Landen von u. a. SUN gewohnt war. Irgendwo zwischen diesen Stilen findet sich „Evelyn“ wieder und auch „God’s will“. Dieser von sphärischer Elektronik getragene Titel zentriert die Stärke der Band auf das Wahren eines Spannungsbogens, der bis zum bitteren Ende zelebriert wird. Das stärkt die Atmosphäre, kann so manche Songs aber auch ins schier unendliche hinauszögern. So klingen „You go, we follow“ oder „Empty hands“ gar arg verraucht süsslich und wissen nur mit wenigen Spannungsmomenten, aber einer Menge angestaubter Synthesizerteppiche, zu überzeugen.

Zu wenig letztendlich aber, um die Lobhudeleien der schwedischen Presse nachzuvollziehen, welche NORMA u.a. als „bloody fantastic“ beschrieb…

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