Band Filter

NORTHER - Circle Regenerated

VN:F [1.9.22_1171]
Artist NORTHER
Title Circle Regenerated
Homepage NORTHER
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Erste Frage: warum hat mein Promo-Download 3 Songs weniger als im Info angegeben? Besonders das schon im Original saugeile „Bimbo“ von LAMBRETTA hätte mich in der finnischen MeloDeath-Version mal interessiert… aber: das Leben ist keine mit Jungfrauen gefüllte Sauna, somit geben wir uns dann mal mit dem Hören der angebotenen Melodien der StandardCD-Version zufrieden.

Vielerorts konnte man ja bereits lesen, dass sich im Vorfeld der VÖ schon Anfang 2009 der originale Sänger/ Gitarrist Petri Lindroos in Richtung ENSIFERUM verabschiedete und IMPERANON-Fronter Aleksi sowie NAILDOWN-Axeman Daniel die entstandene Doppel-Lücke schlossen. Soweit zur nicht mehr ganz aktuellen Personalfrage, kommen wir nun zum kreativen Teil, NORTHERs offiziell sechstem Album „Circle Regenerated“, welches nun seit einigen Tagen erhältlich ist. Als Einstieg hat das Sextett schlauerweise die Thrash-Granate „Through it all“ gewählt, denn irgendwie klingt es plötzlich glücklicherweise alles nach einer anderen Band und nicht mehr dem, was man sonst so von NORTHER gewohnt war… und das war, seien wir mal ehrlich, der Sound einer CHILDREN OF BODOM-Coverband. Zwar sind alle entliehenen Trademarks noch vorhanden, aber besser gemischt, erweitert und ausbalanciert. Nice, so kann es weitergehen. Aber dann folgt leider sofort zwei Songs lang der rapide Abstieg. Man rückt wieder sehr nah an den finnnischen Inspirationsquell COB und auch wenn der brutalere Anteil der Vocals cool ist, so sind die Melody-Einschübe sehr schwach. Teilweise gepresst, teilweise weinerlich ohne Druck und oft kurz vor daneben. Hätte man sich eigentlich sparen können… aber dann zeigt man bei „Some Day“ & „Break Myself away“ dass es auch besser geht. Hier passt plötzlich wieder alles, auch die SOILWORK-Schmuserefrains.

Eine durchweg seltsame Scheibe, da sich dieses qualitative Auf und Ab durchs ganze Album zieht wie ein roter Faden. Musikalisch setzt man trotz kleinen erfrischenden Veränderungen dann doch eher auf Altbewährtes, sprich: immer passende, unaufdringliche Keyboards, ratternde Stampfriffs mit vielen kleinen Spielereien und tollen flinken Soli. Sound geht auch völlig in Ordnung fürs Jahr 2011, das Tempo variiert zwischen Gallop und treibend, mal groovend, oft thrashig, aber immer mit Zug nach Vorne. Insgesamt ein gutes Album, auch wenn der neue Sänger gewöhnungsbedürftig ist und DieHard-Fans vielleicht ein wenig irritiert sein dürften von der Abkehr von der Erfolgsformel, welche zumindest für mich Alben wie „Mirrors Of Madness“ und „N“ zu den Highlights der Band-Diskographie machen.

Anspieltipps: “Through it all” , “We do not care” sowie “The Last Time”.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

NORTHER - Weitere Rezensionen

Mehr zu NORTHER