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NORTHER - Death Unlimited

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Artist NORTHER
Title Death Unlimited
Homepage NORTHER
Label SPINEFARM
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Mensch, diese Finnen sind aber fleißig! Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir den Vorgänger „Mirror of Madness“ (relativ wohlwollend) besprochen haben, da steht schon der dritte Output in den Startlöchern. Und erste Erfolge hat man im Heimatland auch schon wieder eingefahren: Die Vorabsingle „Spreading Death“ (enthalten: Titel- und Bonus Track) konnte sich ad hoc auf Platz 6 der einheimischen Single Charts schieben, Gratulation! Wie nicht anders zu erwarten wird die eingeschlagene Linie weiter verfolgt. Man kann es melodischen Death mit ausufernden Keyboards nennen aber auch ganz einfach klassischen Power Metal mit aggressivem Gesang, ich tendiere zu letzterem. Denn sowohl die rotzige Produktion wie auch die dementsprechenden Riffs und Soli scheinen allesamt sehr auf die seligen 80er zu schielen, als Heavy Metal noch was für Jungs war…

Was NORTHER aber nun von ähnlichen Kapellen unterscheidet (den Namen COB will ich hier nicht aussprechen) ist die überbordende Spielfreude, welche die eigentlich altbackenen Songs zu regelrechten Feuerwerken mutieren lässt. Jedenfalls musste ich schon beim ersten Hören kräftig mitwippen, trotz mancher Klischees. Keyboarder Tuomas darf sich mehrfach richtig austoben, wie z.B. beim verspielten „A Fallen Star“, was sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Die enthemmten Gitarrenduelle hingegen müssten jedem echten Metaller gefallen, seien es die Soli oder die Twin Guitar Leads, welche immer wieder aus der Schatzkiste geholt werden. Teilweise erinnern diese Parts schon gehörig an die klassischen MAIDEN-Riffs, ganz alte Schule sozusagen aber immer wieder gern gehört. Ein weiteres Merkmal sind die männlichen Background Chöre, die hin und wieder zum Einsatz kommen und zwar besonders positiv beim besten Stück der Scheibe: „Hollow“. Hier ergeben diese kernigen Schreie zusammen mit einer ganz wunderbaren Gitarrenmelodie einen Refrain, der das Zeug zum Klassiker besitzt!

Wenn man mit so viel Elan an die Sache geht, stört auch das leicht verstaubte Genre nicht. Von daher kann ich jedem, der mehr Wert auf Qualität denn auf Innovation legt, diese Scheibe ans Herz legen. So klingt der 80er Sound im Gewand von kompetenten Musikern im Jahre 2004!

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