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NORTHER - N

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Artist NORTHER
Title N
Homepage NORTHER
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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Seit 2002 haben NORTHER ihre Fans jedes Jahr mit einer neuen Veröffentlichung beglückt und es dabei auch noch geschafft, ihren Sound stets weiter zu entwickeln, von „wir spielen schneller als Norweger Wodka trinken können und packen noch zwei Dutzend Soli dazwischen“ zu eher Riff orientierten Songs mit Raum für Verschnaufpausen. Auf der im letzten Jahr erschienenen „No Way Back“ EP zogen die Jungs dann wieder etwas das Tempo an und schienen alt und neu zu verbinden.

Eine Weiterführung dieser Entwicklung hatte man nun auf dem Neuling mit den simplen Titel „N“ erwarten können, stattdessen hat man sich bis auf wenige Ausnahmen eher dem Mid- Tempo Bereich verschrieben, so dass Fans, die die Band vor allem wegen ihrer Kracher wie „Death Unlimited“ liebten, nicht auf ihre Kosten kommen (JJ). Generell hat man mit neuen Einflüssen experimentiert und scheint sich auf kein Genre festlegen zu wollen, was auf der einen Seite Potenzial birgt, neue Fans zu gewinnen, aber auch den einen oder anderen alteingesessen Anhänger enttäuschen kann (daher auch 2 Meinungen in dieser Rezension). Positiv kann man den Finnen anrechnen, dass sie alten Mustern entfliehen und z.B. den Klargesang von Kristian Ranta in „My Antichrist“ auch mal mit Petes Geschrei mischen oder sogar die typische Rollenverteilung in „If You Go“ ganz aufheben (CT). Pete scheint auch nicht mehr den Schreihals vom Dienst mimen zu wollen und zieht neuerdings tiefere Tonlagen vor, die man fast schon Growlen nennen könnte (großes Minus – JJ). Neu ist der Einfluss aus dem Elektro-Bereich (der sicher vorwiegend Keyboarder Tuomas zuzuschreiben ist), so dass streckenweise Assoziationen zu den älteren Sachen von PAIN aufkommen, meiner Meinung nach eine sehr gelungene Kombination (CT). Dafür gibt es wie schon auf dem letzten Album kaum noch Gitarren- und Keyboardsoli. In einem sind wir uns jedoch einig: NORTHER folgen erneut ihrem Trend, 3-4 absolute Kracher zu produzieren, den Rest des Albums aber mit eher uninteressanten bis belanglosen Songs zu füllen. Immerhin gibt es aber auf der Limited Edition drei Stücke der bisher nur in Finnland und Japan erschienenen letzten EP, die dieses Album doch ungemein aufwerten (JJ). Des Weiteren gibt es auf der Japan Edition den Coversong „Sabotage“, auf denen Niko, Frontmann der Tourkollegen von AMORAL, den Schreihals macht, und auch dieser Coversong kann sich durchaus hören lassen. (CT)

Und nun noch unsere Gedanken zu ein paar ausgewählten Songs:

Frozen Angel
Der Song nervt eher im normalen CD-Durchlauf, da man sich an dem Song mittlerweile schon fast tot gehört hat. Der hätte zu den Bonustracks gehört. (JJ)
Die Veränderungen, die zu der EP Version gemacht wurden, können sich aber durchaus hören lassen, auch wenn sie nicht jedem sofort ins Auge fallen dürften. (CT).

Down
Der erste Lichtblick des Albums, erinnert noch an die guten alten Zeiten! (JJ)
Geiles Intro – mal was anders. (CT)

To Hell
Tolle Leistung bei den cleanen Vocals!! Die gehen so was von unter die Haut – Hoffentlich kann Kride die live so rüber bringen, nicht wie bei „Day Zero“… (CT)

Savior
Völlig überflüssig – völlig kitschige Lyrics (CT)
Schlechtester Song seit „Fallen Star“ (JJ)

We Rock
Die Single-Auskopplung mit einer gehörigen Portion Selbstironie. Darum mag ich NORTHER so. (JJ)

Always & Never
Bester Song, bleibt einfach sofort im Ohr hängen. Geiles Intro wie bei Down, toller Refrain und interessanter Text. (CT)

Tell Me Why
Der Song hat seine guten Momente, leider gehen die etwas im „Normaltrott“ unter. (CT)

If You Go
Auf dieser Ballade haben NORTHER mal was Neues probiert mit Growls im Refrain und Klargesang in den Strophen, außerdem Klavier und insgesamt einer viel ruhigeren Grundstimmung. Passt einfach und lässt sicher das ein oder andere Herz schmelzen. (CT)

Fazit:
Entweder Arsch treten oder auf die Tränendrüse drücken, aber bitte nichts dazwischen! Einige Songs hätte man getrost weglassen können, andere hingegen sind aber absolute Kracher. Ich mag die neue Entwicklung, auch wenn man noch etwas dran feilen kann. (CT)
Dieses Album lässt selbst „Till Death Unites Us“ als Meisterwerk erscheinen! (JJ)

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