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NORTHERN KINGS - Reborn

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Artist NORTHERN KINGS
Title Reborn
Homepage NORTHERN KINGS
Label WARNER
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

„Don’t Stop Believin’“/ „We don’t need another Hero“/ „Broken Wings“/ „Rebel Yell“/ „Ashes to Ashes“/ „Fallen on Hard Times“/ „I just Died in your Arms“/ „Sledgehammer“/ „Don’t Bring me Down“/ „In the Air“/ „Creep“/ „Hello“/ „Brothers in Arms“… soweit erstmal zur fulminanten Tracklist des Albums von Finnlands neuer Supergroup NORTHERN KINGS, bestehend aus Marco Hietala (NIGHTWISH), Tony Kakko (SONATA ARCTICA), J.Ahola (TERÄSBETONI) und JP Leppäluoto (CHARON). Das stylische Outfit, Deal mit Warner, Superstars der Szene und 80er-Klopfer, die jeder kennt… da hat man natürlich mal sofort das große Dollarzeichen im Sinn! Und Cash wird man damit jede Menge einfahren, soviel ist mal sicher.

Das interessante an dieser Sache ist aber, dass die Songs mal wirklich begeistern und nicht einfach nachgedudelt wurden! Von den 4 Herren interpretiert hören sich die meisten Tracks nämlich eher nach Eigengewächsen deren Hauptcombos an! Mit Schlagseite NIGHTWISH-Bombast, was vor allem dem potenziellen Single-Hit „We don’t need another Hero“ (auch ausgekoppelt) zu Gute kommt. Im Original von der unvergleichlichen Tina Turner zum dritten „Mad Max“-Streifen gesungen und eigentlich nicht zu schlagen, mutiert der Song hier zu einer Gothic-Bombastnummer mit ebenso unschlagbaren Vocals und Chören! Gefiel mir am Anfang nicht so recht, bekomme ich mittlerweile aber nicht mehr aus dem Ohr… grandios! Mit den ganzen Arrangements hat man hier jeweils ja fast neue Songs fabriziert, ohne den Charakter der Originale zu zerstören. SO machen 80er-Cover Laune! Zudem bietet man hier 70 Minuten Mucke in fettestem Gewand, womit das mit dem Dollarzeichen auch mal schnell relativiert ist. Dann hätte man auch 5 oder 6 Songs weniger umarrangieren können. Mit etlichen Songs wird man nicht sofort warm („In the Air“ ist auch so ein Fall, PHIL COLLINS kann man einfach gar nicht erreichen!), aber die äußerst gewagte SloMo-Version von dem eigentlich knackigen „Rebel Yell“ zeugt von Mut. Hier wird eben nicht einfach nachgespielt. Der BILLY IDOL-Smasher kommt jetzt als tonnenschwerer Bombast-Düstertrack mit schwerem MY DYING BRIDE-Touch daher, noch dazu auf siebeneinhalb Minuten aufgepumpt! „Ashes to Ashes“ verbreitet HIM-Langsamdüsternis, während „Fallen on Hard Times“ mal wie eine normalere Coverversion klingt (abgesehen von dem Bombast-Keys). „I just died in your Arms Tonight“ ist nun eine reine Ballade(!), fast nur mit Akustik und Gesang, während „Sledgehammer“ eher wie Melodic Metal klingt und nicht so recht zündet. Dann doch lieber Gabriels Peter. „Don´t Bring me Down“ ist auch eher unspektakulär, mehr lustig. Dafür stellt sich dann trotz fehlendem Collins-Timbre die Gänsehaut bei „In the Air“ ein, weil einfach einer der großartigsten Songs ever! Am Ende wird ordentlich metallisch gepumpt. Ich empfehle natürlich trotzdem das unschlagbare Original! Das sollte man bei „Hello“ auch vorziehen, obwohl die NORTHERN KINGS daraus eine knackigere Metalversion gebaut haben.

Nicht alles ist gelungen, aber doch so einiges kann man getrost als großartig bezeichnen. Fans der obigen Bands und 80er-Liebhaber müssen hier dringend mal ein Ohr riskieren!

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