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NUKULAR - Schere im Kopf

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Artist NUKULAR
Title Schere im Kopf
Homepage NUKULAR
Label LTM/ ROUGH TRADE
Leserbewertung
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6.2/10 (23 Bewertungen)

Ende letzten Jahres waren NUKULAR noch mit den wiedervereinigten TERRY HOAX unterwegs und boten so Gelegenheit, vorab schon ein paar Songs des Debüts „Schere im Kopf“ zu hören, ehe jetzt der Longplayer in die Plattenläden kommt. Kennengelernt haben sich die vier Bandmitglieder an der Hamburger Popakademie, wo sie schnell merkten, dass sie auf dem gleichen Level unterwegs sind und schon bald entstanden die ersten Stücke.

Für den live eingespielten Erstling konnten NUKULAR zudem auf ein Stipendium einer Musikstiftung zurückgreifen, die von dem Abschlusskonzert der Kapelle an der Popakademie so angetan war, dass sie der Band vier Monate Unterstützung bei den Plattenaufnahmen zusicherte. Auf diese Weise sind insgesamt 15 deutschsprachige Rocksongs entstanden, die straight nach vorn gehen und gleichzeitig großen Wert auf die Texte aus der Feder von Sänger, Keyboarder und Gitarrist William „Woody“ Veder legen. NUKULAR machen Musik für Kopf und Bein, wie bereits der knackige Opener und Titeltrack „Schere im Kopf“ unmissverständlich klar macht. In diesem Sinne geht’s dann auch mit viel Schmackes und Verstand weiter, ehe „Ohne Dich“ ein wenig leisere Klaviertöne anschlägt, um schließlich mit voller Bass-Breitseite doch wieder in die Vollen zu gehen. „Im freien Fall“ kombiniert erneut Keyboard-Flächen mit fetten Gitarrenriffs, wobei das Tempo reduziert wurde, ohne es an Druck mangeln zu lassen. Derweil ist bei „Alles nur Schein“ erneut mehr Karacho angesagt, um schließlich mit „Unbekannte Welt“ zunächst auf reduzierte Tasten- und Gitarrenklänge zurückzugreifen. Wenig später lässt es das Quartett auch schon wieder krachen. So ähnlich verhält es sich auch bei „Mehr als ein Wort“, während die instrumentalen Zwischenspiele eher als frickelige Pausenzeichen daherkommen. Das Midtempo-Lied „Hinterher“ erinnert an Vorbilder wie SELIG oder TON STEINE SCHERBEN, bevor „Mädchen für alles“ fast ein wenig Hektik aufkommen lässt. Wenig später nutzen NUKULAR auf „Unerreichbar“ dank Mundharmonika und Westernsounds gar Country-Anleihen, ehe der „Riesenapparat“ zum Schluss noch einmal vorwärts prescht.

NUKULAR zeigen sich mit „Schere im Kopf“ äußerst spielfreudig und agil. Zeit zum Ausruhen bleibt nur wenig, denn wenn ausnahmsweise nicht die Beine beim Tanzen gefordert werden, ist spätestens das Hirn gefragt, um die hörenswerten Texte zu deuten.

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