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NURZERY[RHYMES] - Injections

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Artist NURZERY[RHYMES]
Title Injections
Homepage NURZERY[RHYMES]
Label COP INT
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.5/10 (11 Bewertungen)

Wenn heutzutage eine Band aus Deutschland im Elektrobereich ein Album herausbringt, ist die Chance sehr groß, es musikalisch im Hellektrobereich einordnen zu müssen/ dürfen. Genau so verhält es sich auch beim Label-Debüt „Injections“ von NURZERY[RHYMES]. Soll man die Musik deswegen pauschal als uninnovativ verurteilen? Ich denke nicht. Vor einem Jahr erschien ihre Debütsingle „Blood and Wine“, die in den Clubs gut angenommen wurde, nach einem Jahr harter Arbeit nun „Injections“

13 Tracks enthält die Platte insgesamt. Als Einleitung, Abschluss und Interludes zwischen den einzelnen Tracks dienen die Injektionen der Gefühle: Angst, Hass, Glaube und Tod. Bis auf die „Injektion Tod“ kurze instrumentale und mit Samples versetzte Intermezzi, die jeweils drei „normale“ Tracks einrahmen. Der Abschluss „Injection: Death“ ist als eindringlicher, melodiöser Song konzipiert, Klavierparts und ausladende Synthflächen machen den Track zu einem Hörgenuss. Die restlichen Tracks bieten genau das, was man heutzutage nun mal überall findet. Es gelingt NURZERY[RHYMES] aber, diesen Songs einen gewissen Charme zu verleihen – in den meisten Fällen werden die Tracks mit kleinen Spielereien eingeleitet, um dann ordentlich loszubrettern. Clubtauglich sind dadurch irgendwie alle Kompositionen, wird wohl auch so bezweckt sein. Für mich haben sich hier zwei Tracks zum Ende der Scheibe besonders in den Vordergrund gespielt. „Messiah“ sowie „The Blood Prince“, beide wirken soundtechnisch am weitesten und ausgereiftesten und machen dementsprechend viel Spaß beim Hören. Ein sparsamerer Einsatz des Verzerrers hätte allen Songs in meinen Augen noch weiter nach vorne gebracht, aber so was gehört ja nicht zum Konzept des Hellektros.

Stilistisch würde ich NURZERY[RHYMES] in Richtung der Frühwerke von SUICIDE COMMANDO einordnen, wo sich aber auch hier für mich nicht der Eindruck des Abkupferns ergibt. Insgesamt überraschend frisch.

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