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O QUAM TRISTIS - Les chants funestes

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Artist O QUAM TRISTIS
Title Les chants funestes
Homepage O QUAM TRISTIS
Label PALACE OF WORMS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.0/10 (2 Bewertungen)

“O quam tristis et afflicta fuit illa benedicta Mater Unigeniti!” ist ein Textauszug aus dem „Stabat Mater“, einem mittelalterlichen Gedicht über den Schmerz der Gottesmutter über den Gekreuzigten. Übersetzt heißt die Passage „Welch ein Schmerz der Auserkornen, da sie sah den Eingebornen, wie er mit dem Tode rang.“ Wieder was gelernt. Und ein wenig lässt es uns erahnen, um was es bei dieser weiteren neuen Veröffentlichung des italienischen Labels Palace of Worms geht.

Religion? Schmerz? Mittelalter? Die ersten beiden Stichworte kann ich angesichts mangelnder Lateinkenntnisse nur erahnen. Das dritte trifft aber sicher zu, wenngleich in einer modernen Form. Auf den Punkt gebracht machen O QUAM TRISTIS mittelalterliche Musik mit männlicher und weiblicher Stimme, umfangreicher traditioneller Instrumentierung kombiniert mit Synthesizern und Bass-Gitarre, sowie experimentellen Einlagen. Die einzelnen Songs tendieren mal mehr in die eine Richtung, mal in die andere, wobei die eher traditionellen Songs dabei meines Erachtens besser klingen. Der Gesang ist ausschließlich auf Latein gehalten. Ständige Wiederholungen an der einen oder anderen Stelle fangen aber schnell an zu nerven. Außerdem klingt die Musik sehr überladen, keine klaren Strukturen sind zu erkennen und vieles klingt wie wild zusammengewürfelt.

Dass die Mischung aus Mittelaltermusik und modernen elektronischen Elementen viele Fans hat, ist ja bekannt. Auch O QUAM TRISTIS sind mit ihrer Musik recht erfolgreich und können sogar einen Auftritt beim Wave Gotik Treffen 2006 in ihrer Vita verzeichnen. Für Mittelalterfreaks sicher ein interessantes Album, für Neofolk-Fans eher weniger geeignet. Hört’s euch einfach vorher im Internet an.

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