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OAKENSHIELD - Gylfaginning

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Artist OAKENSHIELD
Title Gylfaginning
Homepage OAKENSHIELD
Label EINHEIT PRODUKTIONEN
Veröffentlichung ..
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Was ist eigentlich typisch und gibt der heidnischen Musik ihre Daseinsberechtigung? Richtig – der gleichnamige Glaube und vor allem auch eines der wichtigsten gedruckten Werke (wenn nicht sogar das Wichtigste) – die Edda. Es gab schon einige Bands, die sich an die Vertonung dieses Werkes gemacht haben und mehr oder minder erfolgreich die alten Weisen zum Besten brachten. OAKENSHIELD versuchen sich auch an diesem ambitionierten Thema und präsentieren nun mit „Gylfaginning“ das Ergebnis dieser Idee.

Doch was unterscheidet OAKENSHIELD von all den anderen Kapellen, die dieses Thema auch schon hundertmal durchgekaut haben? Primär dadurch, dass sie – ähnlich wie auch ODROERIR – sich inhaltlich abseits der Polemik rund um Odin und Thor bewegen und nicht die typischen Kriegsgesänge anstimmen. Die Band nimmt sich der Texte der Edda sehr detailliert an und bringt sie dementsprechend pietätvoll in ihren Songs unter. Tatsächlich bräuchte man (als Unkundiger der Mythologie), um die Texte komplett zu verstehen, ein Nachschlagewerk. So beginnt das Album thematisch mit der Schöpfung aus „Ginnungagap“, wandert über die „Sons of Bor“ zur Weltesche „Yggdrasil“ und Stück für Stück durch wichtige Kernpunkte der Edda. So ist auch Hymir vertreten und vom Verrat an Thors Bruder Baldr in diesem Werk zu hören. Allein dieser Inhalt weiß zu gefallen. Musikalisch beschreitet die Band einen sehr melodischen Weg. Folkklänge und im Ohr hängende Parts wissen zu überzeugen. Leider stechen diese nicht so hervor wie die guten Texte. Der Gesang ist leider etwas monoton und kehlig (wenn auch gut verständlich) und untermalt nur bedingt die Atmosphäre der Stücke. Rein instrumentale Parts lockern den teilweise schwer verdaulichen Inhalt etwas auf und bieten somit Abwechslung. Der Sound ist für meinen Geschmack etwas zu sachte produziert. Dadurch vermisst man an der einen oder anderen Stelle etwas den Biss in dem Album. Dies kann jedoch so gewollt sein und soll keinen Kritikpunkt darstellen.

So kann ich zum Schluss nur sagen: Respekt für die inhaltlich gute Umsetzung des doch anspruchsvollen Themas. Viel zu leicht kann man hier in allzu typische Terrains abrutschen, was die Band gut vermieden hat. Musikalisch hingegen hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht. Die Stücke leben von ihrem Inhalt. Daher sei dieser Silberling vorrangig allen ans Herz gelegt, die mehr über die heidnische Mythologie wissen oder wissen wollen.

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