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OAKHANDS - The Shadow of Your Guard Receding

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Artist OAKHANDS
Title The Shadow of Your Guard Receding
Homepage OAKHANDS
Label THIS CHARMING MAN RECORDS
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OAKHANDS aus München haben mit „The Shadow of Your Guard Receding“ ihre Debüt-Langrille veröffentlicht und zugleich den Erstling um eine Video-Serie mit sechs Kurzfilmen ergänzt. Visuell wird hier ein Mix aus Post-Hardcore, Emo und Indie begleitet und wenn man den Sound mit dem Etikett „Sturm & Drang“ belegt, liegt man bei den bayerischen Youngstern sicher nicht verkehrt.

„The Shadow of Your Guard Receding“ ist ein Konzeptalbum, das die unentdeckten Facetten der menschlichen Psyche und der Emotionen ausloten möchte. Mit dem Opener „A Reverie, 1890“ geschieht dies zunächst einmal mit zurückhaltenden Melodien, welche jedoch alsbald durch schrammelnde Emo-HC-Parts abgelöst werden. Das nachfolgende „several; (others may thrive)“ präsentiert sich auf ähnliche Weise, während „Rejoice! Rejoice!“ mit einer dynamischen Verspieltheit begeistert, die ein wenig an AT THE DRIVE-IN erinnert. „La Jetée“ bezeichnen OAKHANDS selbst als ihr Lieblingslied, das sanft startet und dann erneut in Schreigesang und Stakkato-Gitarren übergeht. Derweil rockt „SAMSA (or, the Lack of Constant Lack)“ in bester Brit-Punk-Manier nach vorn, ehe das atmosphärische „twenty-two“ instrumental in Emo-Gefilden mäandert. Dank Google-Übersetzer weiß ich, dass „тоска“ russisch ist und ‚Sehnsucht‘ bedeutet – tatsächlich ist es auf der Platte eher eine kurze Interlude, die ebenfalls auf Gesang verzichtend, genauso gut auch noch ein Teil von „twenty-two“ hätte sein können. „P A L M I N G“ gefällt unterdessen mit gefühlvollen Vocals – überhaupt ist diese Nummer zweifellos der leidenschaftlichste Track des Silberlings. Treibend geht’s mit „The Parnassus“ weiter, ehe ‚木漏れ日“ Sonnenstrahlen verheißt. Die treffen des Hörers Ohr auf sehr reduzierte, zurückhaltende und akustische Weise, ehe „There Will Come Soft Rains“ noch einmal Wut und Schwermut kombiniert.

Mit ihren verkopften Songtiteln übertreiben es OAKHANDS für meinen Geschmack ein wenig, aber am Ende zählt eh nur die musikalische Umsetzung und die ist auf „The Shadow of Your Guard Receding“ zweifellos abwechslungsreich, ohne beliebig zu sein. Von Punk über Screamo bis Indiepop reicht die stilistische Palette, die mit viel Herzblut und dem nötigen handwerklichen Können umgesetzt wurde.

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