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OBLIVIO - Dreams are distant Memories

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Artist OBLIVIO
Title Dreams are distant Memories
Homepage OBLIVIO
Label MY KINGDOM MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.8/10 (5 Bewertungen)

Die Ursprünge dieser italienischen Kapelle liegen in dem Wunsch begründet, das KATATONIA-Album „Brave Murder Day“ zu covern. Irgendwie klang das aber nur mäßig bei OBLIVIO, so dass man sich irgendwann zum Sextett gewachsen entschied, einen eigenen Sound zu entwickeln. 2005 erschien ein erstes Demo namens „Songs For Unforgettable Suffering“, dem sich jetzt die erste Langrille „Dreams Are Distant Memories“ anschließt.

Düstere Gitarren läuten „Breeze of My Heart“ ein, bevor Massimos Gesang erklingt, der mir eine Spur zu emotional rüberkommt. Dafür stimmt der druckvolle Sound des Openers und weckt die Vorfreude auf „Overcome“, das mit sanften Akustikgitarren startet, in die süßes Klaviergeklimper einsteigt. Wie um einen Zuckerschock zu vermeiden, trifft unvermittelt heftiges Gegrowle auf die zuckrige Komposition. Eine eigenwillige Kombination, die nicht ohne Reiz ist. Mit Klaviergeklimper geht es auch bei „Erased“ weiter, diesmal ganz ohne Störfaktoren wird der Melancholie viel Platz gelassen. In ähnlicher, etwas kraftvollerer Weise schließt sich „No Sense of Me“ an, jedoch wird nun in der italienischen Muttersprache gesungen und holt man sich mit Francesca Iacorossi weibliche Vocals ins Boot. „Sealed With A Kiss“ lässt ein wenig Spannung vermissen und dümpelt eher uninspiriert vor sich hin, hier und da darf die Gitarre einen Extra-Riff einstreuen, so recht will der Funken jedoch nicht überspringen. Zu „The Last Illusion“ darf Fräulein Francesca melancholisch-düster ins Mikro hauchen, dann kommt mit „Same Sequence“ endlich wieder Leben in die Bude. Fette Gitarrenwände bilden das Gerüst dieses Dark Rockers, der mein Highlight derPlatte ist. „F.B.R.“ verzichtet gänzlich auf Text und beschränkt sich stattdessen auf frickelige Soundtüfteleien, um schließlich Platz zu machen für das finale „Distant Memories“, welches abermals auf italienisch vorgetragen wird. Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass in dieser Sprache jeder Song auch gleich ein bisschen verträumter und gefühlvoller wird. Auf jeden Fall ein sehr emotionaler Abschluss.

OBLIVIO bieten einige nette Ideen, sind aber leider meilenweit von ihren Doom Metal-Anfängen entfernt. Wenn sie etwas mehr Schmackes in ihre Songs legten, wäre der Sound nämlich deutlich abwechslungsreicher. So ist es eine dunkle Scheibe geworden, die zwar nette Melodien auffährt, aber den rechten Drive vermissen lässt.

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