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OBSC(Y)RE - Aus der Traum

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Artist OBSC(Y)RE
Title Aus der Traum
Homepage OBSC(Y)RE
Label OMP/ EIGENPRODUKTION
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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3.3/10 (4 Bewertungen)

Auf gut Glück konnte ich 1998 die ersten beiden OBSC(Y)RE–Maxi CDs „Hystory“ und „Mystery“ in einem Bielefelder Plattenladen günstig erwerben. Eine Investition, die ich bis heute nicht bereut habe – eher im Gegenteil. Seit dieser Zeit habe ich mal mehr, mal weniger, das Schaffen der Band um Roy Bergelt und Anne Wagner verfolgt. Dabei fand ich es besonders interessant, den langsamen musikalischen Stilwechsel von Synthi-Pop bis hin zu mehr Gitarren-orientierteren Klängen zu verfolgen.

Nun liegt mir also die neue EP „Aus der Traum“ vor, die wie die letzten Veröffentlichungen auch wieder sehr rockig ausfällt, ohne jedoch die Elektronik zu vernachlässigen. Der Titeltrack (auf den diese Beschreibung am Besten passt) liegt, neben der regulären Version, noch in 4 weiteren Varianten von ROTERSAND (temporeich und clubtauglich), THE ETERNAL AFFLICT (vom Rhythmus ruhiger, klingt recht relaxed/ légère und im Refrain sehr träumerisch) und ORPHEUS IN RED VELVET (teilweise auch rockig, einige Passagen unter Vocodereinsatz) vor. Der vierte, im Übrigen sehr minimal gehaltene Mix, erklingt nach dem 8. Track und einer knapp 20-minütigen Pause als hidden track. Neben dem sehr eingängigen Titelstück bietet der Silberling aber noch 4 weitere neue Songs. „Am Fenster“ ist eine interessante Coverversion der ostdeutschen Formation CITY. Gut gemacht, aber das Original bleibt unerreicht. Das ruhigere „Am Ende der Zeit“ erinnert mich etwas an WOLFSHEIM, nur eben mit weiblichem Gesang. Etwas schneller sind dann wieder „In Deinen Augen“ und „Freier Fall“, wobei beide Titel vor allem in den Refrains mitreißen.

„Aus der Traum“ schließt genau dort an, wo man mit dem letzten Album „Pflichtveranstaltung“ angekommen ist („N(y)mm 3“ war ja mehr eine Art Rerelease mit Bonus) und führt die Entwicklung der Band kontinuierlich fort. Sehr gut finde ich, dass man neben den Mixen des Titelsongs auch noch weitere neue Tracks auf die EP gepackt hat. Ein guter Appetithappen, der das Warten auf ein weiteres Album angenehm verkürzt.

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