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OCEANSIZE - Self Preserved While The Bodies Float Up

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Artist OCEANSIZE
Title Self Preserved While The Bodies Float Up
Homepage OCEANSIZE
Label SUPERBALL
Leserbewertung
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5.0/10 (4 Bewertungen)

In Sachen Progrock führt nicht erst seit gestern kein Weg an OCEANSIZE aus Manchester vorbei. Der Fünfer macht seit 12 Jahren gemeinsame Sache, wobei Bassist Steven Hodson erst 2005 dazugestoßen ist und Jon Ellis ersetzt, der die Band aus persönlichen Gründen verlassen hat. „Self Preserved While The Bodies Float Up” ist die vierte Studio-Langrille der Engländer, die ihrem Stil treu geblieben sind und eben fast nichts so machen wie auf der vorherigen Platte.

So sperrig wie der Albumtitel ist auch der Sound ausgefallen und natürlich sind die Progrock-Anteile nicht zu überhören, doch dann ist es das schon beinahe mit den Konstanten gewesen. Der Opener „Part Cardiac” empfängt den Hörer mit schweren Doom-Metal-Klängen, die zunächst einmal die Ohren frei blasen, damit beim frickeligen „Superimposer“ nichts mehr dem Hörgenuss im Weg steht. Die Nummer braucht mit ihren Sprüngen und Unwägbarkeiten ein wenig mehr Aufmerksamkeit, während „Build Us A Rocket Then“ vor allem die Rhythmusfraktion und Mike Vennarts Gesang bemüht. „Oscar Acceptance Speech” lässt sich fast neun Minuten lang Zeit. Zunächst klimpert es verspielt aus einem Klavier, ehe jaulende Langäxte wieder das Sagen übernehmen. Bei „Ransoms” meine ich zunächst PINK FLOYD zu hören, doch es ist nur die Anfangssequenz und der psychedelische Unterton des balladesken Songs, der mich das denken lässt. Und die Tatsache, dass ich ein Stück dieser Art bei OCEANSIZE nicht unbedingt erwartet hätte. „A Penny’s Weight“ bleibt in ruhigen Gefilden, hätte allerdings ein wenig mehr Wumms vertragen können, den es mit „Silent / Transparent“ allmählich wieder auf die Mütze gibt. Hier kratzen die Insulaner noch einmal an der Neun-Minuten-Marke, wohingegen die übrigen Tracks kaum einmal fünf Minuten lang sind. So auch „It’s My Tail And I Chase It If I Want To”, mit dem es direkt in die Vollen geht. Das geigengeschwängerte „Pine” bietet hier einen entspannten Gegenpol, ehe „Superimposter“ (man achte auf das „t“, das nicht den einzige Unterschied zu „Superimposer“ ausmacht) mit noisigen Akzenten Richtung Albumende marschiert.

Stillstand ist Rückschritt haben sich OCEANSIZE wohl auch bei ihrem jüngsten Baby gedacht und erneut ihre Wandlungsfähigkeit bewiesen. Damit dürften sie manch einen ihrer Fans vor eine harte Probe stellen, doch spätestens mit dem Live-Genuss, den OCEANSIZE als PORCUPINE-TREE-Support oder auch im Rahmen der eigenen Headliner-Tour im Herbst versprechen, sollten auch die letzten Zweifel vergessen sein. Bei „Self Preserved While The Bodies Float Up” lohnt sich genaues Hinhören auf jeden Fall!

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