Band Filter

OHRENFEINDT - Schwarz auf Weiß

VN:F [1.9.22_1171]
Artist OHRENFEINDT
Title Schwarz auf Weiß
Homepage OHRENFEINDT
Label PHOENIX RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.5/10 (19 Bewertungen)

Voila: Hier ist es, das vierte Album der deutschen AC/DC von St. Pauli! OHRENFEINDT waren wieder im Studio und haben nach beinahe vier Jahren neues Material für ihre Fans auf einen kleinen Silberling gepresst. Auf die Mütze gibt’s wie immer straighten Rock’N’Roll, der nicht nur hinsichtlich des kratzbürstigen Organs von Gründungsmitglied, Bassist und Sänger Chris Laut an den australischen Rockimport AC/DC erinnert. Filigranes Songwriting ist nicht das Ding von OHRENFEINDT, stattdessen geht’s mit dem Dreier von Null auf 100 und das ab der ersten Sekunde.

„’N Job bei der Bank“ wünschen sich die Jungs im knackigen Opener, ehe sie ihrem Stadtteil und Fußballverein mit „St. Pauli, du rockst“ ein lautstarkes Denkmal setzen. „Alles auf Rot“ und „Motormädchen“ vereinen druckvollen Rock’N’Roll mit einer gehörigen Portion Blues, bevor der Titeltrack „Schwarz auf Weiß“ stoisch nach vorn treibt. Zu „Heul den Mond an“ lässt Chris Laut die Mundharmonika jammern und nicht nur Werwolf Chris jault auf das Feinste. Auch der Sechssaiter von Dennis Henning überzeugt in dieser Disziplin, während „So viele Fragen“ unbeantwortet bleiben müssen. Beim düsteren „Wenn die Sonne untergeht“ bleiben OHRENFEINDT im Midtempo, um mit „Valerie“ wieder in die Vollen zu gehen. Auch „Zu jung, zu schnell“ gibt Gas, bis schließlich die Mitsing-Hymne „Sie hat ihr Herz an St. Pauli verloren“ im STATUS-QUO-Boogie-Feeling ins Rennen geht. Am Ende zeigt das Trio mit „Wart’ auf dich“ seine weiche Seite, die natürlich unter einem harten Kern versteckt ist, jedoch zum Schluss sogar mit Klavierakkorden überrascht.

OHRENFEINDT überzeugen mit jeder Menge Spielfreude, deutschen Texten, die fast schon überraschend nicht-peinlich sind und einer einwandfreien Produktion. Schlagzeug-Neuzugang Flash Ostrock, der seit einem Jahr hinter der OHRENFEINDT-Schießbude sitzt, passt hervorragend in die Kapelle, sodass „Schwarz auf Weiß“ bestimmt kein musikalisches Wunderwerk, aber mit Sicherheit gelungener Rotzrock ist, der schlicht und ergreifend Spaß macht.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu OHRENFEINDT