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OKKERVIL RIVER - I Am Very Far

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Artist OKKERVIL RIVER
Title I Am Very Far
Homepage OKKERVIL RIVER
Label JAGJAGUWAR
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Nach drei Jahren melden sich OKKERVIL RIVER mit ihrem neuen Album „I Am Very Far“ zurück. Bereits seit 1998 gibt es die in Austin/ Texas gegründete Indie-Band, deren einziges verbliebenes Gründungsmitglied Will Steff (auch Gründungsmitglied bei SHEARWATER, jedoch dort nicht mehr aktiv) ist. Der zeichnet auch für das Songwriting verantwortlich, wofür er sich im Falle von „I Am Very Far“ in seine Heimatstadt New Hampshire zurückzog und isoliert von der Außenwelt 30 Songs schrieb, von denen es elf auf den sechsten OKKERVIL-RIVER-Longplayer schafften.

Aufgenommen wurden die Tracks schließlich in mehreren kleinen Sessions an verschiedenen Orten, wobei für das lebhafte „Rider“ und die schwungvolle erste Singleauskopplung „Wake And Be Fine“ mit großem Besteck gearbeitet wurde. Gleich zwei Drummer, Pianisten und Bassisten, sowie sieben Gitarristen haben die Lieder live in einem Raum eingespielt. Vergleichsweise übersichtlich werden da die Aufnahmen zum Album-Opener „The Valley“ ausgefallen sein, bei dem Steffs Stimme frappierende Ähnlichkeit zu David Byrne (TALKING HEADS) aufweist. Der Song gefällt mit einer filigranen Instrumentierung und feinem Songwriting; Attribute die sich auch im elegischen „Piratess“ wiederfinden. Beim gefühlvollen „Lay of The Last Survivor“ kommen dezente Country-Anleihen hinzu, während „White Shadow Waltz“ mit Stakkatosounds in die Vollen geht. „We Need A Myth“ heißt es wenig später mit einer gehörigen Portion Pathos und Dramatik, die ihren Ausdruck in perlenden Klavierakkorden und zirpenden Streichern finden, die auf eine kraftvolle Rhythmusfraktion treffen. Sehnsüchtig schließen sich die ruhigen „Hanging For A Hit“ und „Show Yourself“ an, welche insbesondere durch Wills Vocals moduliert werden, bevor „Your Past Life As A Blast“ luftig-leicht aus den Boxen schwebt. „The Rise“ ist zu guter Letzt eine versponnene Aufforderung zum Träumen, der zu folgen jede Menge Abwechslung bringt.

„I Am Very Far“ begeistert mit wunderschönen Melodien und bisweilen bombastischen Sounds, die allesamt genau an der richtigen Stelle platziert sind. Silberling No. 6 der OKKERVIL-RIVER-Discografie präsentiert sich komplex, aber nicht überbordend und emotional ohne jemals kitschig zu wirken. Feiner Indie mit Anleihen im Folk und County!

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