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OLLI SCHULZ - Feelings aus der Asche

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Artist OLLI SCHULZ
Title Feelings aus der Asche
Homepage OLLI SCHULZ
Label TROCADERO
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Knapp drei Jahre nach „SOS – Save Olli Schulz” gibt sich der umtriebige Singer-Songwriter OLLI SCHULZ wieder die Ehre und veröffentlicht sein inzwischen sechstes Studioalbum „Feelings aus der Asche“. Nachdem man den 41-jährigen in der jüngeren Vergangenheit häufiger im TV sah (viel besser als „Circus HalliGalli“: „Schulz in the Box“!), zog es den gebürtigen Hamburger mit Wahlheimat Berlin erneut ins Studio, genauer gesagt, ins legendäre Hansa-Studio, wo gemeinsam mit seinen „Teilzeit“-Band-Members Gisbert zu Knyphausen (Bass), Arne Augustin (Klavier & Keyboard) und Ben Lauber (Drums) zehn neue Songs aufgenommen wurden.

Wer Herrn Schulz im vergangenen Jahr live mit Kapelle gesehen hat, wird auch schon einen klitzekleinen Einblick in die neuen Tracks bekommen haben, denn beispielsweise der Opener „So muss es beginnen“ stand dort bereits auf der Setlist. Nach einem groovenden Auftakt mit leichtem Calypso-Einschlag, der sich dem universellen Thema Liebe widmet, gibt es die Vorab-Single „Phase“ auf die Ohren. Auch in diesem leicht schwebenden Popsong geht’s um die Liebe – allerdings diesmal in einem tragikomischen Gewand, ganz so wie man es von OLLI SCHULZ kennt und schätzt. Melancholisch-schön schließt sich „Kinder der Sonne“ an, ehe beim ironischen „Passt schon!“ der wunderbare Kollege Gisbert im Hintergrund zu hören ist. Der „Boogieman“ scheint von Mackie Messer inspiriert, wohingegen, „Als Musik noch richtig groß war“ ein warmer, kleiner Lobgesang auf die Art von wichtiger Musik ist, die einen das gesamte Leben treu begleitet, bevor es mit viel Rhythmus in den „Dschungel“ geht. Ungewohnt treibende Disco-Sounds mit elektronischen Elementen erwarten den Hörer mit „Das kann hässlich werden“, der im Anschluss mit den reduzierten Klängen von „Mann im Regen“ wieder geerdet wird. Diese musikalische Flucht in die Einsamkeit geht zu Herzen und auch der finale Titeltrack „Feelings aus der Asche“ erzählt noch eine dieser nachdenklichen Geschichten, mit denen Schulz stets zu berühren weiß.

Insgesamt ist „Feelings aus der Asche“ düsterer und schwermütiger als die Vorgänger-Platten. Bemerkenswert ist zudem, dass fast komplett auf elektrisch verstärke Gitarren verzichtet wurde und zum Mitgrölen und –klatschen sind die Lieder (mit Ausnahme von „Dschungel“ vielleicht) auch nicht gedacht. Das macht aber gar nichts, denn die Stimmung der Songs passt und ich freue mich schon jetzt auf die Live-Darbietung im März/April. Dann wird uns Olli bestimmt auch wieder an seinen kruden Gedanken teilhaben lassen und noch die eine oder andere Erklärung für die neuen Stücke parat haben. Ich bin gespannt und vertreibe mir die Zeit bis dahin mit der Konservenkost.

2 Kommentare

  1. Popshot sagt:

    Sehr schön, dass auf die verschiedenen Musikstile eingegangen wird. Ich habe auch was zum Album geschrieben, allerdings eher zu den Lyrics: http://popshot.over-blog.de/2015/01/olli-schulz-feelings-aus-der-asche.html

  2. Popshot sagt:

    Ach so, Herr Schulz ist laut Wikipedia im Dezember 1974 geboren und somit eben erst 40 geworden. 🙂

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