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OMNIA - Earth Warrior

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Artist OMNIA
Title Earth Warrior
Homepage OMNIA
Label PAGANSCUM RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.8/10 (4 Bewertungen)

Mit „Earth Warrior“ bringen OMNIA erneut ein Studioalbum auf den Markt. Eine Scheibe, deren Songs unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer die Menschen kennt, die hinter OMNIA stehen, der weiß, dass der Name OMNIA nicht nur für musikalisches Schaffen steht. OMNIA ist Lebensgefühl, OMNIA ist Natur, OMNIA ist Haltung, OMNIA ist Kampf – Kampf um den Erhalt der Erde und der Natur. Denn 40.000 Jahre mutierte Affenheit haben unseren Planeten bis an den Rand der Existenz gebracht. Der Klimawandel ist der Vorbote. Diese provokante Message durchzieht die Texte aller Songs vorliegender CD, die mit einem entsprechend archaischen Cover aufwartet: eine mit Pfeil und Bogen ausgerüstete Amazone, die der Urzeit entsprungen zu sein scheint. Obwohl die Lyrik und auch die Musik fast ausnahmslos aus der Feder von Jennifer und Steve Sic Evans van der Harten (Stenny) stammen, befinden sich extrem folkloristische Titel wie auch populäre Rhythmen unter ihnen. Eines haben alle Stücke gemeinsam: Sie fordern und fördern das Tanzen. Bis auf Intro („Weltschmerz“) und Finale („Lament For A Blackbird“) ist kaum ein sanfter Song dabei.

Zu den sehr urwüchsigen Liedern gehören zweifelsohne „Babu Bawu“ und „Kokopelli“. Aber auch „Triceltika“, mit einem schwungvollen Harfenspiel beginnend, das bei mir eine Assoziation zur Arthus-Sage hervorruft. Hingegen scheint man bei „Epona“ in den australischen Outback zu gelangen, was sicherlich dem Didgeridoo geschuldet ist, das die Trommeln mit seinen dumpfen Tönen unterstützt. „Mutant Monkey“ ist der Gesang der mutierten Affen und berichtet von einer Zeit in einer Ecke des Universums, wo es einen wunderschönen blaugrünen Planeten gab, das Leben (vermeintlich?) angenehm war und alle Kreaturen friedlich nebeneinander lebten. Bis dann später, vor etwa 40.000 Jahren, einige Affen in Afrika mutierten zu… einem Lebewesen wie DU und ICH. Ein Song, der eine Gratwanderung aus Folklore und moderner Musik in einem Tempo darstellt, das jedem Tänzer den Atem nehmen wird. Bei „Cernunnos“ untermalen die dumpfen urwüchsigen Klänge die wild zwirbelnden Flöten, die die Stelle des Sängers eingenommen haben. Die radiotauglichen Songs sind vor allem ein Reggae-Track mit dem Namensgebenden Titel „Earth Warrior“, aber auch der unaufhörlich rollende und den Gesang der amerikanischen Urbevölkerung aufnehmende Song „Crazy Man“. „Black House“ bringt die Saiteninstrumente mit einer brachialen männlichen Stimme, die nach Whiskey schreit, zusammen. Weniger archaisch, dafür umso lustiger schließlich ein Bluegrass-Country-Song mit dem Namen „Noodle the Poodle“. Während die Cowboy-Juchzer sicherlich von jedem mitgesungen werden können, viel Spaß beim Mitsingen des Textes. Die Maultrommel begleitet den Gesang und die anderen Instrumente bei „Call Me Satan“. Und auch in diesem Lied kommt die betörende Harfe mit einem unverkennbaren Part ins Spiel. Wenn ein Song als Ballade bezeichnet werden kann, dann ist es „Free Bird Fly“, bei dem sich der Hörer zurücklehnen kann.

Ein sehr schwungvolles, die Mythen der Urbevölkerung mit ihrem Schamanentum verarbeitendes Album, welches OMNIA entsprechend mit einer zum Nachdenken anregenden Message daherkommt. Tanzmusik auf hohem Niveau, bei deren Produktion die Musiker Spaß gehabt haben dürfen. Das klangliche Spektrum dieses neuesten OMNIA-Werks ist so umfangreich wie kein anderes in der Welt des Pagan: Klassik, Country, Bluegrass, Blues, Native American & Celtic Folk, Balkanklänge – empfehlenswert für Leute, die „besondere“ Musik lieben.

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