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OMNIA - Live On Earth

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Artist OMNIA
Title Live On Earth
Homepage OMNIA
Label SCREAMING BANSHEE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.1/10 (16 Bewertungen)

Naturgewaltig heißen die freien Geister aus den Niederlanden die Liebhaber ihrer Musik mit dem neuen Album „Live On Earth“ in ihrer World of OMNIA willkommen. Aufgenommen während ihrer diversen Konzerte auf der „I don’t speak human“-Tour 2012 zelebrieren sie neues Material gemixt mit einigen ihrer beliebtesten Lieder. Wer OMNIA kennt, weiß, dass OMNIA nicht nur Musik ist, der weiß, dass die World of OMNIA eine ganze Lebensphilosophie darstellt. An oberster Stelle steht dabei die Liebe zur Natur, die Liebe zum Leben, die Liebe zur Welt. Dies alles kommt in jedem ihrer Texte zum Ausdruck.

Musikalisch versuchen die Protagonisten der Band – Jenny und Steve Sic – dem ebenso zu entsprechen. Im Sinne eines freien Geistes lassen sie sich dabei in keine musikalische Schublade stecken. Sie haben für sich das Genre „Paganfolk“ definiert. Und Paganfolk, das ist eben Pagan, Folk und Rock. Häufig werden sie damit in die Ecke der Weltmusik geschoben, was es aber auch nicht trifft. Aber die Liebe zur Natur, die sich in den Texten Bahn bricht, wird auch musikalisch umgesetzt. So wird der Hörer ebenso in die bezaubernden Urwälder des Amazonas und Neuseelands geschickt, wie in die weiten Landschaften Australiens. Unterstützt wird dies durch den Einsatz entsprechender Instrumente, zu denen nicht nur Flöten, Mandolinen und Harfe, sondern schon seit ewigen Zeiten auch Didgeridoos gehören. Das Intro fängt düster an und geht in einen kraftvollen Tanz inmitten eines Affenrudels unter. Viele Tracks sind dank der mit Drums unterstützten Rhythmen von solch einer Wucht und tanzbaren Qualität, dass die Lautstärke kaum heruntergedreht werden kann. Sowohl „Tina Bealtaine“ als auch „Auto Luonto“ werden davon dominiert. Letzteres mit kraftvollen Flötenklängen. Die manchmal tonangebende Harfe lässt so manches Lied an eine „Entspannung“-CD erinnern („The Sheenearlahi Set“, „Niiv“, „Richard Parker‘s Fancy“, „Etrezomb-ni-Kelted“), wobei es meist nie so melancholisch bleibt und oft wieder der schnelle Paganrock durchkommt. Gar nichts von relaxten Klängen haben einige Folk-Hymnen wie „Free“, das melancholisch startet und zu einem lauten Bekenntnis zur Freiheit wird. Übrigens entbehrt dieser Song nicht einer gewissen Ähnlichkeit mit dem WHO-Titel „I’m Free“, obwohl er schließlich doch eine andere Melodie hat. Gleichermaßen das Liebeslied „Love In The Forest“, bei dem der Hörer miträtseln kann, wie viele „Woodstock-Originale“ hier referenziert werden. Ein Bekenntnis an die Hippiegeneration. Horroresk und skurril schließlich die „Toys In The Attic“, begleitet von einem kraftvollen Piano.

Dass sich OMNIA nicht in Schubladen packen lassen, zeigen vor allem auch „Dance Until We Die“ und „Noodle the Poodle“. Bei ersterem handelt es sich um Hip Hop, bei dem Steve unter Beweis stellt, dass er zum Rappen ebenso in der Lage ist, wie zum Rocken. Mit genau so viel Power wird aber auch der Zweitgenannte performt: Hillbilly der schnellsten Art, was mich spontan an BOSS HOSS denken ließ, wo man sich beim Mitsingen schnell die Zunge brechen kann. Mit Gedanken an Avalon klingt das Album gegen Ende mit dem Lied für „Morrigane“, der keltischen Königin, die auch gerne als Morgana bezeichnet wird, melodisch aus.

Ich kann mich nur den Slogans der Musiker anschließen: „Real life… real music… real instruments… for real people“. Musik, die natürlich rockt!

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