Band Filter

OMNIUM GATHERUM - The Redshift

VN:F [1.9.22_1171]
Artist OMNIUM GATHERUM
Title The Redshift
Homepage OMNIUM GATHERUM
Label CANDLELIGHT
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.5/10 (2 Bewertungen)

OMNIUM GATHERUM melden sich mit ihrem vierten Silberling „The Redshift“ zurück. Wenn es derzeit eine Band aus Suomi gibt, die gekonnt auf dem Pfad zwischen Aggression und Melodien wandelt, dann sind es die Jungs von OG. Ein Weilchen lief es wohl recht schleppend, auch wenn sie meine Aufmerksamkeit gleich mit den ersten Alben und dem progressiv angehauchten Melodeath auf sich ziehen konnten. Nach der Fortsetzung „Years In Waste“ gab es jedenfalls erst mal eine drei Jahre andauernde Funkstille, glücklicherweise folgte auf das 2007er Werk „Stuck Here On Snake´s Way“ recht schnell das nun vorliegende „The Redshift“ – die Zusammenarbeit mit Candlelight Records scheint ihnen also gut zu tun – nach diversem Label Hickhack zuvor. Vielerorts als „das stärkste Album bisher“ angepriesen, kann man hier wohl guten Gewissens sagen, dass dem wirklich so ist. Irgendwie hat wohl der Name oder sonst was viele bisher davon abgehalten, sich diese Band mal näher zu Ohren zu führen, das sollte man jetzt vielleicht mal ändern. Vielleicht wird den Finnen nun die verdiente Aufmerksamkeit zu Teil.

So unterschiedlich obengenannte Pfade namens „Aggression“ und „Melodie“ sind, so ist auch das gesamte Album geworden, auf dem es vor Kontrasten nur so wimmelt. Von „himmelhochjauzend“ bis hin zu „zu Tode betrübt“, ist so ziemlich alles dabei. Gleich der Opener „Nail“ haut ein fettes Brett raus, das jeden Fan von AT THE GATES und diversen finnischen Melodeath Kombos gleich vor die Anlage fesseln dürfte. Der dritte Song „Chameleon Skin“ legt da noch mal eine Schippe drauf und kommt eine Ecke härter daher. Der einzige, der meiner Meinung nach ein wenig länger braucht, um so richtig zu überzeugen, ist Sänger Jukka Pelkonen. Nicht, dass der Gute schwach auf der Brust wäre, im Gegenteil, er growlt ordentlich, aber die benötigte Abwechslung in der Stimme scheint erst im Verlauf des Albums so langsam durchzukommen. Dass er auch ganz anders kann, kommt beispielsweise bei „Greeneyes“ zum Vorschein, irgendwie fühlte ich mich bei den cleanen Passagen leicht an Tomi Joutsen (AMOPHIS) erinnert – egal wie, sehr gefühlvoll vorgetragen! Das Keyboard hält sich während des gesamten Albums eigentlich recht weit im Hintergrund und sorgt lediglich für eine nette Untermalung, Gitarren stehen im Vordergrund, und das ist bei diesen herrlichen Melodiebögen mit gelegentlich einstreuten Soli von Markus Vanhala auch gut so. Zusammengefasst haben OMNIUM GATHERUM hier wirklich eine Steigerung im Vergleich zu vorherigen Alben hingelegt, die Sache klingt nun einfach runder und neben „gewöhnlichem“ Melodeath gibt es progressive Anleihen, die teils mit eher ruhigeren melancholisch angehauchten Passagen gespickt werden. Gemixt wurde „The Redshift“ übrigens von Mastermind Dan Swanö, dem es diese Scheibe wohl derart angetan hatte, dass er sie sich liebend gerne unter den Nagel gerissen und als sein eigenes Werk veröffentlicht hätte – das ist doch mal ein Lob!

Stichwort „unter den Nagel reißen“: genau das sollten Freunde der melodisch todesbleiernen Unterhaltung auch tun, es lohnt sich. Das ist für mich jedenfalls eine der besten Melodeath Scheiben des Jahres aufgrund des Facettenreichtums und deswegen, weil die Scheibe ein unheimliches Potential hat, welches sich nach und nach offenbart.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

OMNIUM GATHERUM - Weitere Rezensionen

Mehr zu OMNIUM GATHERUM