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ONIRIC - Cabaret Syndrome

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Artist ONIRIC
Title Cabaret Syndrome
Homepage ONIRIC
Label CAUSTIC RECORDS
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„Diese Veröffentlichung ist ein Must-Have für alle Fans von SPIRITUAL FRONT, ARGINE, ROME, CALLE DELLA MORTE, ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO und NOVALIS DEUX“ sinniert der Waschzettel. Da läuft dem Rezensenten das Wasser im Munde zusammen, ist diese Aufzählung doch mal eben ein Streifzug durch die Lieblingsabteilung meines Plattenschranks. Dass es eine gute halbe Stunde später dann doch nicht zu einem euphorischen Höhenflug langt, liegt an vielen kleinen Details, vielleicht typisch für ein Debüt. Zumindest die Stilrichtung hat die Promoabteilung perfekt auf den Punkt gebracht.

Hinter dem Namen ONIRIC „verstecken“ sich die beiden Italiener Carlo De Filippo und GianVigo (aka Gianpiero Timbro), die seit dem Jahre 2005 miteinander musizieren und zudem regelmässig von einer Dame namens Simona Giusti unterstützt werden. Diese leiht dem Projekt ihre angenehme Stimme, was schon mal zu einer interessanten Abgrenzung von den musikalisch überaus artverwandten SPIRITUAL FRONT führt. Nach einem verspielten Intro präsentiert sich düster angehauchter Folk gewoben aus Akustikgitarre, Violine, Schifferklavier und elektronischen Elementen. Gelungen der Kontrast von Strophe und Refrain bei „Blessing“, dem Simonas Timbre den letzten Feinschliff verpasst. Gianvigos Vokalkünste wirken hingegen auf kompletter Albumlänge unentschlossen und nicht kräftig genug. Kein Vergleich zu einem „Hellvis“ Salvatori etwa. Mit der Italo Western Hommage „Leather Fire“ und dem YANN TIERSEN-lastigen „Ophelia’s Portrait“ sind aber zumindest weitere kleine Highlight enthalten, wobei man die teils doch recht billigen Synthies beim nächsten Mal überdenken sollte. Ansonsten plätschert es gegen Ende ein wenig beliebig vor sich hin und das bei der Länge bzw. Kürze.

Da haben wir also die perfekten Zutaten für ein atmosphärisches Dark Folk Pop Meisterwerk, nur etwas fehlt: Die Fähigkeit, echte Emotionen in spannungsgeladenen Kompositionen zu verarbeiten! So bleibt es bei einer Art Second Hand Variante des Genres, die immer noch leidlich unterhält, jedoch einiges an Potential verschenkt. Beim nächsten Mal bitte MEHR von allem: Spielzeit, Songwriting und Klang/ Produktion. Dann öffne ich auch gerne meine Lieblingsabteilung für ONIRIC.

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