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OPETH - The Roundhouse Tapes

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Artist OPETH
Title The Roundhouse Tapes
Homepage OPETH
Label PEACEVILLE
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Beinahe genau auf den Tag ein Jahr nach der Show im Camden Roadhouse in London veröffentlichen die grandiosen schwedischen Dark Metaller OPETH die dort gemachten Aufnahmen auf dieser Doppel-CD. Dies übrigens auf ihrem alten Label Peaceville (die Band ist mittlerweile bei Roadrunner), womit man sich bei seiner alten Heimat für all die Unterstützung in der Vergangenheit bedanken möchte. An dieser Stelle geht auch mein Dank an das Label, welches den Hörgenuss dieser genialen Scheibe auf der Promo durch nervige Pieptöne drastisch einschränkt!

Doch trotz der widrigen Umstände wird schon beim krachigen Einstieg von „When“ (von „My Arms you hearse“) die Klasse dieser Band deutlich. Ob Death Metal-Roots, atmosphärische Melo-Phasen oder einfach nur straight rockend, OPETH sind groß, ganz groß! Die Genialität von Songs der Marke „Ghost of Perdition“, „Windowpane“ oder auch „Face of Melinda“ dürfte mittlerweile jedem bekannt sein, der eine Nase für guten Metal hat. Doch die Krönung eines jeden Stücls ist natürlich die Umsetzung auf der Bühne und hier stehen die Schweden um Fronter Mikael Akerfeldt der Studio-Leistung ins nichts nach. Krachige, komplexe Death Metal-Parts wechseln sich mit düsteren Melancholie-Sümpfen ab, die harten Riffs montieren einem sämtliche Birnen von den Schultern, während die schaurigen Düster-Passagen, mit den durch und durch gehenden Gitarrensounds und Effekten (z.B. beim großartigen „Under the Weeping Moon“) eine Gänsehaut nach der nächsten erzeugen. Dazu ein Akerfeldt, der nicht nur an seinem Instrument brilliert, sondern sowohl bei den Growls als auch beim cleanen Gesang mehr als nur gut rüberkommt. Rüber kommt der schwedische Ausnahme-Musiker zudem sehr sympathisch mit seinen Ansagen à la „just enjoy the Song….“ und wenn dann bei „Ghost of Perdition“ alle Fans lauthals mitsingen und hörbar abgehen als „Bleak“ angestimmt wird, möchte man liebend gern dabei gewesen sein.

Wer das nicht verwirklichen konnte, sollte sich schnellstens diese Live-CD sichern, denn auch wenn kein Titel vom tollen „Deliverance“ vertreten ist, fängt diese Aufnahme OPETH auf dem Zenit ihres Schaffens ein und bei solch einer Performance kann man nur hoffen, dass dieser noch lange währt…

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