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OPHIS - Withered Shades

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Artist OPHIS
Title Withered Shades
Homepage OPHIS
Label SOLITUDE PRODUCTIONS
Leserbewertung
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9.3/10 (3 Bewertungen)

Also, wenn wir als Mag schon mal in einer Thanxlist eines Band-Booklets auftauchen, dann gibt das Extrapunkte! Quatsch… Extrapunkte haben die 2001 in Hamburg gegründeten Doom Deather OPHIS gar nicht nötig, die Qualität auf ihrem zweiten full-length-Werk „Withered Shades“ spricht für sich. 5 Songs fließen in knapp 65 Minuten aus den Boxen, mit dem gut 15-minütigen „The Halls of Sorrow“ geht´s amtlich los.

Unweigerlich fühlt man sich an früheste MY DYING BRIDE erinnert, als die dieses Genre quasi geschaffen haben. Es wird im Mittelpart sogar regelrecht geknüppelt, ganz wie es die Engländer auch mal beherrscht haben seinerzeit. Ganz großes Kino! Vor allem auch wegen der Grabestiefen Growl-Vocals von Philipp. Der Sound ist klasse, schicke Atmosphäre erzeugt man im „windigen“ Part. Geil. „Suffering is a Virtue“ ist mit knapp unter 10 Minuten der kürzeste Song, womit klar ist, dass sich alle Plastik-Musik-Konsumenten spätestens hier vom Review verabschieden sollten. Und ebenfalls spätestens hier wird dem Hörer klar, dass diese Gänsehaut erzeugende, vertonte Melancholie derzeit seinesgleichen sucht und OPHIS völlig zu Recht, als DIE Band gelten im ursprünglichen Doom Death! Kann man kaum besser machen! Lediglich der Sound könnte etwas differenzierter sein, so versprüht er allerdings auch ausreichend Charme und teilweise gar leicht blackige Atmosphäre. Was vor allem bei „Earth Expired“ unüberhörbar ist. Trotz der extrem langen Songs wird es zu keiner Sekunde langweilig, das passige Songwriting sorgt jederzeit für hellwache Lauscher. Und das ist die Wahre Kunst bei dieser Mucke, den Hörer jederzeit zu fesseln, ihm andauernd etwas Spannendes zu bieten, ihn auch mal zu überraschen. Unfassbar sind immer wieder die unglaublich tiefen und abgründigen Vocals, was perfekt zum düsteren Sound passt. Es geht auch nicht nur Lavamäßig voran, gegroovt und gerollt wird an den richtigen Stellen, SOLITUDE AETURNUS lassen grüßen.

Die Jungs können sich jetzt nur noch selber übertreffen, indem sie ihre Produktion verbessern. Beim Songwriting gibt’s die absolute Höchstpunktzahl (wenn wir welche hätten), perfekter und stimmungsvoller kann man urtypischen Death Doom nicht präsentieren. Punkt. KAUFEN!!!

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