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OPHTHALAMIA - A Journey in Darkness (Re-Release)

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Artist OPHTHALAMIA
Title A Journey in Darkness (Re-Release)
Homepage OPHTHALAMIA
Label PEACEVILLE RECORDS
Leserbewertung
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Heiliger Vater, was werden denn hier für olle Kamellen wieder ausgebuddelt? Der ReRelease Wahn erreicht hier eine neue Potenz: Von dieser 1994er Scheibe hat damals schon keine Sau so wirklich Notiz genommen. Dabei wurde die Dunkelrille bereits zweimal veröffentlicht! 1994 gab es die Erstveröffentlichung als „A Journey in Darkness“, 1997 dann den zweiten Versuch als „A Long Journey“. Die Hoffnung war und ist übrigens nicht mal ganz unberechtigt. Schließlich steht hier mit dem Pseudonym „Shadow“ kein ganz Unbekannter der norwegischen Black Metal Szene hinter dem Mikro: Niemand anderes als Jon Nödtveid lieferte hier eine Kostprobe seines musikalisches Könnens, das leider seine übrigen Kompetenzen wohl bei weitem überstieg.

Nun denkt man aber scheinbar bei Peaceville, dass da noch der eine oder andere Euro zu machen ist. Und das nicht ganz zu Unrecht. Der Name des Sängers dürfte nach seinem selbst gewählten Ableben täglich mehr ziehen und so endlos viel Gutes hat er in musikalischer Hinsicht nun auch nicht hinterlassen. Dazu kommt – und damit geht diese Rezi endlich zum wirklich wichtigen Teil über, der MUSIK –, dass die Band wirklich was konnte. OPHTHALAMIA kredenzen einen nicht alltäglichen Bastard aus Black Metal und BLACK SABBATH. Das hat den Vorteil einer gewissen Frische und Eigenständigkeit, jedoch auch den Nachteil, dass auf die Adrenalinsteigernden Tempoattacken des Black Metals verzichtet wird. Viele Songs verbleiben dadurch zwar prägnant und solide, so richtig mitreißend und aufregend ist es aber nur selten. Auch der Sound ist trotz der Federführung des kaum kritisierbaren Dan Swanö mit 15 Jahren Abstand etwas hausbacken.

Highlight der CD ist für mich das knapp zehnminütige „Little Child of Light/ Degradation of Holyness“, das direkt der 70er BLACK SABBATH Werkstatt entsprungen zu sein scheint, um es mit Black Metal Vocals aufzupeppen. Dieser Song fängt die Atmosphäre des Albums wohl am besten ein: Breites Arrangement, okkulte Lyrics, unheimliche Atmosphäre und eine deutlich dominierende Gitarre, die den Song trägt wie ein gelungenes Iommi Riff. Schöner Titel! Insgesamt also vor allem eine Sache für Nödtveid Komplettisten und Black Metal begeisterte SAB-Jünger, diese sollten jedoch mit etwas Geduld (und genügend Rauchwaren!) durchaus zufrieden sein.

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