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ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO - Apocalips

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO
Title Apocalips
Homepage ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO
Label COLD MEAT INDUSTRY
Leserbewertung
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8.1/10 (9 Bewertungen)

Nach über drei Jahren kehren Tomas Pettersson und Rose-Marie Larsen nun endlich mit ihrem neuen Vollzeitalbum zurück in die Veröffentlichungswelt, sehnsüchtig von mir und sicher auch einigen anderen erwartet. Dabei war die “Order of Roses and Equilibrium” zwischenzeitlich keineswegs untätig: Dokumentiert sind beispielsweise Kollaborationen mit TRIARII, GRENDEL und SPIRITUAL FRONT (das wunderbare “Satyriasis“-Album). „Apocalips“ erscheint im ansprechenden Artwork mit 32 Seiten, wobei natürlich die Digi Version und insbesondere die Vinyl-Ausgabe noch mehr hermachen. Letztere erscheint als Double Coloured Vinyl Version mit 2 Extra Tracks und limitiert auf 646 Exemplare.

Das siebte Studio Werk (zur Zählweise siehe Exkurs in der Vorgängerrezi) unterscheidet sich stilistisch nur marginal von den Vorgängern, ein anderes Vorgehen stand auch nicht zu erwarten. Dark Military Neofolk mit sakraler Atmosphäre steht weiterhin auf dem Speiseplan, da ist die Gefahr von Verschleißerscheinungen natürlich durchaus gegeben. Und man mag auch nicht von der Hand weisen, dass der ein oder andere Track eher unspektakulär aus den Boxen plätschert (siehe etwa „Do Murder and Lust make me a man?“). Dennoch wird insgesamt wieder ein hohes Niveau erreicht, eine konsequente Umsetzung dekadenter Visionen außergewöhnlicher Künstler. Wohlvertraut gleich der Opener „[Mercury Rising] Seduced by the Kisses of Cinnabar Sweet” (die Titel sind auch nicht kürzer geworden…), der mit seinem perlenden Pianothema eine heimelige Melancholie ausstrahlt. „Lost Forever, in the Blitzkrieg of Roses” versprüht titelgemäss etwas mehr Military Touch, der Percussion sei es geschuldet. „Hear the Sound of a Black Flame rising” wiederum besitzt etwas Schamenhaft-Mysteriöses, wie der Sound von Ureinwohnern in die Neuzeit transportiert. Ohne jetzt jede Kompositionen im Einzelnen zu erwähnen, sei noch auf das eigenwillige „Hell is My Refuge – A Golden Dawn for a Judas Kiss“ hingewiesen, mit Ambient-Anleihen aber ohne Rhythmusparts. Relativ hart durch die Industrialbeats wirkt dann das übernächste „Let the Words of My Murder be the Last Words You hear”, für Abwechslung ist also durchaus gesorgt. Neben Tomas’ Sprechgesang taucht Frau Larsen nur sehr vereinzelt auf, bei ihr handelt es sich wohl eher um die Muse des Masterminds. Außergewöhnlich dagegen die Partizipation LOU REEDs in Form eines Textbeitrags bei „Venus in Furs“ („Venus im Pelz“).

Keine großen Veränderungen also im Haus der Schweden, die ihre Position als Aushängeschild von Cold Meat Industry damit aber locker halten. Einfühlsame, pathetische, ja erotische „Pop Musik“ für all die musikalischen Außenseiterseelen der Gesellschaft. So mag die Apokalypse gerne an meine Tür klopfen… „Two is Company. Three is an Orgy”

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