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ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO - Do Angels never cry and Heaven never fall?

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Artist ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO
Title Do Angels never cry and Heaven never fall?
Homepage ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO
Label OUT OF LINE
Leserbewertung
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7.0/10 (6 Bewertungen)

Da schau an. ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO bei Out of Line. Wird das schwedische Duo nun etwa kommerziell? Doch wollen wir ehrlich sein. Der „Apocalyptic Folk/ Pop“ der Nordländer klang bereits auf den letzten Veröffentlichungen bei CMI sehr eingängig bzw. einschmeichelnd. Wie gemacht für eine Gesellschaft, die das Düstere zum aktuellen Trend erkoren hat. Nun werden ORE nicht gerade die Nachfolge von UNHEILIG an der Chartspitze antreten, doch eine Erweiterung der Zielgruppe scheint problemlos machbar. Insofern ist der musikalische Transfer verständlich. Inhaltlich ist man sich eh treu geblieben, bevor jemand auf dumme Gedanken kommt.

Der Appetizer auf den bevorstehenden Longplayer „Songs 4 Hate & Devotion“ (eine kleine Reminiszenz an DEPECHE MODE?) hört auf den ausufernden Namen „Do Angels never cry and Heaven never fall?“ und fällt im Gegensatz zum Titel eher kurzatmig aus. 4 Tracks bei gut 15 Minuten Spielzeit. Plus Video, das mir leider nicht vorliegt. Das Ganze limitiert auf 1000 Silberscheiben bzw. einer 500er Auflage im Deluxe Klappcover Vinyl (was sich dementsprechend auch im Preis niederschlägt). He, wir sind jetzt bei Out of Line, es lebe das höhere Budget! Die bekannten Themen „Sex, Tod, Vergänglichkeit, Lust, Leiden und Laster“ sind natürlich weiterhin omnipräsent in der Lyrik, die selten ohne die Begriffe „Sperm“ oder „Cum“ auskommt. Das Titelstück ist ganz klassisch ORDO: Erhaben und sakral, geprägt von der prägnanten Stimme, in diesem Falle aber insbesondere im Refrain auch ein wenig statisch. Nicht wirklich schlecht, aber das haben wir von Tomas Pettersson auch schon dynamischer/ hypnotischer serviert bekommen. Die Akustik Variante funktioniert besser, da getragener und durch die reduzierte instrumentale Untermalung sowie die Verwendung von Samples besser auf den Punkt gebracht. Die beiden weiteren Songs schlagen eine Brücke zu früheren Veröffentlichungen. So bezieht sich „Reaping the Fallen, the Second Harvest” auf das fast gleichnamige 95er Debüt („… First Harvest“), womit man möglicherweise auf den „Neuanfang“ anspielt. Inhaltlich ein romantisches Lied ohne größere Spannungspunkte. Dahingegen schließt sich mit „Who stole the Song_ [from its place in my Heart]” der beste Track auf vorliegender EP an, der mit seinen wesentlich akzentuierteren Percussion Elementen Schwung ins musikalische Gebilde bringt. Hier wird auf das letzte Stück der „Apocalips“-VÖ angespielt („Who stole the Sun from its Place in my Heart“), lautmalerisch nahezu identisch und somit ebenfalls eine Metapher des Übergangs.

Fürwahr keine Enttäuschung dieser Viertelstündige Exkurs in „himmlische Sphären“, allerdings auch keine Offenbarung wie vieles aus dem Backprogramm der Schweden, die wie kaum eine zweite Formation Erotik in Klänge transformieren kann. Was man wirklich zu Leisten im Stande ist, wird der anstehende Longplayer zeigen, der möglicherweise nach langen Jahren des Geheimtipps ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO einen ganz neuen Stellenwert verschaffen wird. Zu gönnen wäre es Ihnen!

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