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ORLOG - Reinigende Feuer

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Artist ORLOG
Title Reinigende Feuer
Homepage ORLOG
Label DET GERMANSKE FOLKET
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Zuerst bin ich schon etwas skeptisch gewesen, denn bei Labels und Bands, die sich mit der germanischen Mythologie beschäftigen und welche sich auch der dazu gehörigen Symbolik bedienen, haben sich ja erst in den letzten Jahren leider wieder viele braune Voll-Spacken eingeschlichen. Erfreulicherweise kann man davon weder beim Label noch bei ORLOG etwas feststellen, so dass man sich voll auf die Musik konzentrieren kann.

Und diese präsentiert die Band ganz im Stil ihrer Debüt-EP „Zeitenwende“: Pagan Metal in Bestform. Treibender Black Metal mit klirrenden Riffs, mal walzende, mal blastende Drums und ein fies Krächzender Fronter. Dabei verstehen es ORLOG sehr schön, die kalte Aggression des Black Metal mit atmosphärischen, getragenen, teils sogar mit Akustik-Gitarren dargebotenen Passagen zu verbinden. Angenehmerweise artet dies dann nicht, wie so oft, in 10 Minütige Reisen durch diverse Welten aus, sondern wird gelungen und kompakt in 4 – 6 Min. vorgetragen. Wirkte die EMPEROR-Coverversion von „I am the Black Wizards“ auf dem Demo noch ein wenig wie ein Fremdkörper, konnte man diesen Einfluss auf „Reinigende Feuer“ sehr gut in den eigenen Stil integrieren. So sprüht vor allem das durchweg fiese und aggressive „Todgeweiht“ förmlich vor ursprünglicher nordischer Kälte. Und auch sonst stehen auf dem Debüt-Album von ORLOG doch mehr der Black als der Pagan Metal im Vordergrund. Da gibt es in den 45 Min. überwiegend kräftig auf die Mütze, und die bei den ersten Songs noch vermehrt anzutreffenden melodischen, schleppenden und atmosphärischen Parts treten in den Hintergrund. Allein beim abschließenden „Stille“ schaffen es ORLOG noch mal durch das Einflechten schöner Lead-Melodien und einer gut platzierten ruhigen Passage ihrer „Schublade“ gerecht zu werden.

Ein richtig ordentliches Werk ist dem Quartett hier gelungen und damit ein weiterer Beweis dafür, dass die deutsche Schwarzkittel-Szene im Jahre 2006 stark wie nie besetzt ist.

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