| Artist | OSAKA RISING |
| Title | Lazarus |
| Homepage | OSAKA RISING |
| Label | FUZZMATAZZ RECORDS |
| Leserbewertung |
Eine richtige Hard-Rock.-Kapelle braucht Gitarren? Am besten mehrere? Nun, OSAKA RISING aus Thüringen zeigen bereits seit 2015 das es auch anders geht. Damals liefen sich Stephan Janson (Vocals & Keys) und Tom Walther (Schlagzeug & Vocals) eher zufällig über den Weg und entdeckten ihre gemeinsame Liebe für den rasanten, hochenergetischen Rocksound der Siebziger. 2016 erschien das selbstbetitelte Debüt, das zunächst rein instrumental geplant war, dann jedoch auch noch eine Tonspur bekam. Nur ein Jahr später ging es für den zweiten Streich „Roller Coaster Ride“ ins Studio, wo alle Tracks als Livesessions aufgenommen und nur durch wenige Overdubs ergänzt wurden. 2018 folgte die EP „Live Is a Rollercoaster“ und jetzt melden sich OSAKA RISING mit ihrer dritten Langrille „Lazarus“ zurück.
Auf dem Zettel hat das Duo einen druckvollen Mix aus brachialen Drums, verzerrten Hammond- Retro- und Synthesizersounds, der durch Stephans Gesang, der von tiefem Bariton bis zu hohem Tenor reicht, ergänzt wird. Den Anfang macht die Vorab-Single „Cleopatra“, eine Hymne auf die wohl berühmteste Herrscherin aller Zeiten, die mit knackigen Melodien schnell Fahrt aufnimmt, später ein wenig orientalisch daherkommt und zu guter Letzt auch noch sphärische Momente ins Spiel bringt. Nicht vergessen: wir sind immer noch beim Opener! Das nachfolgende „Back In Time“ zeigt sich da weniger experimentierfreudig und drängt einfach nur mit voller Wucht nach vorn. Mit „Neon Lighhouse“ geht die wilde Fahrt mitten in den knallbunten Eighties, wo auch die Hardrocker Dauerwellen trugen und jede Menge Haarspray brauchten. „Wild Man“ schaltet derweil einen Gang zurück und groovt ordentlich, ehe der fette Seventies-Stomper „Evil Woman“ den düsteren Teil der Platte eröffnet. Mit „Into Oblivion“ rücken OSAKA RISING das Piano in den Mittelpunkt und begeben sich auf eine dezent psychedelische Reise zu den Sternen, die von der instrumentalen Klaviernummer „Reprise“ mit einem gerüttelt Maß an Dramatik beendet wird. Für das kaum weniger dramatische Finale sorgt der Titeltrack „Lazarus“, für den Stephan und Tom von Christopher Nolans Sci-Fi-Epos „Interstellar“ inspiriert wurden.
Dass man auch zu zweit amtlich krachen lassen kann, haben schon Bands wie THE BLACK KEYS oder THE WHITE STRIPES bewiesen. Dass jaulende Krachlatten aber problemlos durch Tasteninstrumente unterschiedlicher Bauart ersetzt werden können und es dabei kein bisschen leiser oder weniger treibend zur Sache gehen muss, haben OSAKA RISING mit ihrem abwechslungsreichen Longplayer „Lazarus“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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