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OUTFIT - Slowness

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Artist OUTFIT
Title Slowness
Homepage OUTFIT
Label MEMPHIS INDUSTRIES
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Um es gleich mal vorweg zu nehmen: Beim Opener „New Air” dachte ich anfangs, die CD hätte eine Macke, aber die stotternden Synthie-Sounds sind gewollt, also beim Probehören nicht ins Boxhorn jagen lassen! Urheber dieser leicht verwirrenden Töne sind die fünf Liverpooler Thomas Gorton, Christopher Hutchinson, David Berger sowie Nicholas und Andrew Hunt, die sich Anfang 2014 über zwei Kontinente und drei Städte (namentlich New York, London und Liverpool) verteilt und voneinander getrennt sahen. Ein Umstand, der genügend Futter für einen Nachfolger des 2013er Debüts „Performance“ offerierte und so machten sich die Synthie-Popper frohen Mutes an die Arbeit.

Das Ergebnis hört auf den Namen „Slowness“ und umfasst elf Songs, die insbesondere den Anhängern von Bands wie TALK TALK, TEARS FOR FEARS, HOT CHIP oder auch DEATH CAB FOR CUTIE ans Herz gelegt seien. Entsprechend schwebt dann auch der Titeltrack „Slowness“ alsbald federleicht in des Hörers Gehörgänge, bevor „Smart Thing“ entspannt Fahrt aufnimmt und das vielschichtige „Boy“ mit der Elektronik spielt. „Happy Birthday“ schließt sich mit flirrenden Minimal-Sounds und fast schon falsettartigem Gesang an, während sich das instrumentale „Wind Or Vertigo“ als Soundtrack für einen Film noir empfiehlt. „Genderless“ wirkt im Vergleich deutlich lebendiger, was auch für das träumerische „Framed“ gilt, wohingegen „On The Water, On The Way“ abermals leichtfüßig aus den Boxen schallt. „Cold Light Home“ und „Swam Out“ bringen schließlich eine gewisse synthetische Dramatik mit, die zwar ihre Wurzeln in den frühen Achtzigern hat, aber absolut ins Hier und Jetzt passt.

Die fünf Herrschaften hinter OUTFIT haben mit ihrem Zweitwerk nicht nur jede Menge hörenswerte Melodien, die neben Synthesizer und Gitarren durch die Stimme von Andrew Hunt getragen werden, auf den Weg gebracht, sondern auch einen hochemotionalen Klangkosmos geschaffen, der die kleinen Hürden und Hindernisse des Lebens feiert. Wahrscheinlich ist „Slowness“ auch eine Platte, die ohne die Trennung und Distanz der einzelnen Musiker nie solche Formen angenommen hätte.

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