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OWL CITY - All Things Bright and Beautiful

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Artist OWL CITY
Title All Things Bright and Beautiful
Homepage OWL CITY
Label UNIVERSAL REPUBLIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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3.0/10 (1 Bewertungen)

Vor gut einem Jahr hätte man wohl bei der Nennung des Namens OWL CITY zumindest in unseren Breitengraden eher an die Pudding-Hauptstadt Bielefeld und Ostwestfalen gedacht. Seit ein gewisser Adam Young besser bekannt unter dem Namen seines Bandprojektes OWL CITY jedoch mit seiner Elektropopballade „Firelies“ die Radiosender okkupiert hat und mit seinem Album „Ocean Eyes“ die internationale Poplandschaft erobern konnte, haben sich die Dinge verändert. Jetzt legt der 24-jährige Mastermind von OWL CITY, der im verschlafenen 25.000-Seelen-Nest Owatonna/Minnesota geboren und aufgewachsen ist, seine dritte Langrille nach, die heuer nicht mehr im elterlichen Keller, sondern in einem richtigen Tonstudio entstanden ist und verspricht Musik, die dynamischer, polierter und perfekter klingen soll als beim Vorgänger, gleichzeitig aber den Schlafzimmercharme nicht verlieren will.

Zumindest ist der Synthie-Nerd, der auch singt und Gitarre und Schlagzeug spielt, seinem Style treu geblieben. Konsequent setzt er fort, was er mit „Ocean Eyes“ äußerst erfolgreich in Gang gesetzt hat. Vielleicht sind die Lieder bisweilen nicht mehr ganz so verspielt, aber Youngs zuckersüße Stimme entführt den geneigten Zuhörer immer noch in eine schöne, bunte Parallelwelt – genau dahin, wo Adam seine Fans hinhaben möchte. „The Real World“ ist wie der Opener verrät, ein musikalisches Traumland, grün und voller Wildwuchs, der allerdings keine Dornen zu haben scheint, denn bei OWL CITY geht’s doch eher gefällig und gewohnt eingängig zur Sache. Da gibt’s dann schon eher Gärten voller Schmetterlinge, die im Fall von „The Honey And The Bee“ hübsch anzusehen und natürlich anzuhören sind und mitsamt weiblichem Gastgesang von Breanne Düren umherschwirren. Melodramatische Klavierakkorde und Räume voller Blüten folgen beim ruhigen „Hospital Flowers“ genauso wie schillernde Sonnenuntergänge, die sich in den Synthieflächen von „Dreams Don’t Turn To Dust“ wiederfinden. Das schwungvolle „Deer In The Headlights“ ist die jüngste Singleauskopplung, der bereits das dancefloororientierte „Galaxies“ und die erste Single „Alligator Sky“ vorangegangen sind. Beim letztgenannten Track, der gleich in zwei Versionen auf der Platte vertreten ist, war der aus Los Angeles stammende Rapper SHAWN CHRYSTOPHER mit von der Partie, während für die flotte Tanznummer „The Yacht Club“ die kanadische Sängerin LIGHTS verpflichtet werden konnte. Mr. Youngs Stimme klingt übrigens auf „Kamikaze“ ausnahmsweise etwas härter, doch beim abschließenden „Plant Life“, das Young gemeinsam mit Matthew Thiessen von RELIENT K geschrieben hat, kehren OWL CITY zu ihren bewährten Trademarks zurück.

Ich will ehrlich sein: Für meinen Geschmack ist die Mucke von Adam Young und seinem Projekt OWL CITY eindeutig zu kuschelig und rund gelutscht. Wie sagt der Schöpfer selbst: „In der Tiefe meiner Songs schimmert das Dunkle, doch die Oberfläche soll glücklich und lebensfroh sein.“ Vom Dunkeln in der der Tiefe ist nicht viel zu spüren, dafür ist die Oberfläche jedoch glatt wie ein Kinderpopo. Aber der riesige Erfolg gibt dem Herren zweifellos Recht und wer „Fireflies“ mochte, wird auch „All Things Bright And Beautiful“ lieben.

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